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Ein Feuerwehrauto für Srebrenica

(27.06.2019)
Die Feuerwehr von Srebrenica in Bosnien und Herzegowina wird mit Unterstützung aus Klagenfurt aufgerüstet. Das alte generalüberholte Tanklöschfahrzeug der FF Hauptwache wird an die Florianijünger in Srebrenica gespendet.

Die Spende geht auf eine Initiative von Vizebürgermeister Wolfgang Germ zurück. Dieser war vergangenes Jahr privat in Srebrenica und kam mit den dortigen Feuerwehrverantwortlichen ins Gespräch. Dabei wurde auch die Notlage der Feuerwehr erörtert, deren Einsatzgebiet rund 532 Quadratkilometer beträgt und mit dem vorhandenen veralteten Fuhrpark kaum abgedeckt werden kann. Germ versprach Unterstützung und da bei der FF Hauptwache ein neuer Tank geplant war, bot sich diese in Form einer Spende des alten Fahrzeuges an. Ein entsprechender Antrag im Stadtsenat wurde einstimmig beschlossen.

 

Die Übergabe erfolgte Donnerstagvormittag am Gelände der Berufsfeuerwehr an Bürgermeister Mladen Grujičič, Vizebürgermeister Fejzic Hamdija sowie die beiden Feuerwehrmänner Stevanoviċ Milutin Ljubiša und Krdžiċ Sejad Adis. „Srebrenica ist eine leidgeprüfte Stadt, die nach dem Krieg nun wieder versucht, ein geregeltes Leben aufzubauen. Dazu gehörte auch das Feuerwehrwesen und Klagenfurt war sofort bereit, hilfreich unter die Arme zu greifen“, so Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz.

Die Feuerwehr in Srebrenica verfügt über 23 Mitglieder und sieben Fahrzeuge, wovon aber drei nicht mehr funktionieren. Mit dem Tank aus Klagenfurt hat man nun fünf funktionstüchtige Einsatzfahrzeuge. Das Löschfahrzeug ist 26 Jahre alt.

„Ich darf im Namen aller Bürgerinnen und Bürger von Srebrenica herzlich für dieses Geschenk, das wesentlich zur Sicherheit in unserer Stadt beitragen wird, danken“, sagte Bürgermeister Grujičič.

„Moslems und Serben haben eine gemeinsame Sprache gefunden und man arbeite gemeinsam für alle Menschen egal welcher Religion sie angehören“, sagte Vizebürgermeister Hamdija.

Die beiden Feuerwehrmänner wurden bereits am Mittwoch am Gelände der Berufsfeuerwehr mit dem Fahrzeug vertraut gemacht, um die Überstellung in das rund 700 Kilometer entfernte Srebrenica problemlos zu meistern.

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