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Programm zum Jonke-Preis

(18.03.2019)
Zum fünften Mal vergibt die Landeshauptstadt Klagenfurt am kommenden Sonntag gemeinsam mit dem Land Kärnten in Kooperation mit der Gert-Jonke-Gesellschaft einen Preis, der nach dem in Klagenfurt geborenen Schriftsteller Gert Jonke (1946-2009) benannt ist.

Büchner-Preisträger Josef Winkler hat die Einrichtung eines Gert Jonke-Preises vor mehreren Jahre vorgeschlagen. Die konzeptuelle Vorarbeit wurde von Univ. Prof. Dr. Klaus Amann, der von 1994 bis 2014 als Vorstand des Robert Musil-Instituts für Literaturforschung tätig war, geleistet. Das Konzept für den Gert Jonke-Preis wurde mit Ingrid Ahrer, der Nachlassver­walterin Jonkes, akkordiert. Zum ersten Mal wurde der Preis im Jahr 2011 vergeben – erster Jonke-Preisträger war der Schriftsteller Alois Hotschnig. Seitdem wird der Gert-Jonke-Preis alle zwei Jahre alternierend in den Sparten Prosa – Dramatik – Lyrik vergeben.

Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Das Landes Kärnten stiftet das Preisgeld. Die Landeshauptstadt Klagenfurt sorgt für die Organisation des Preises und Durchführung der Festveranstaltung.

Die Preisverleihung steht diesmal ganz im Zeichen von Gert Jonkes starker Identifikation mit den Vögeln. Diese schlägt sich nicht nur in seinem Theaterstück „Die Vögel“ (nach Aristophanes), aus dem das Motto für die Veranstaltung stammt, nieder: „Im Allerinnersten meiner Person empfinde ich ganz deutlich, daß alles von mir eher von einem Vogel abstammt als von einem Menschen, zu dessen äußerlicher Gestalt ich bedauerlicherweise verurteilt bin“.

Bereits am Donnerstag, dem 21. März, wird um 17 Uhr im Robert-Musil- Literatur-Museum die Ausstellung des Künstlers Josef Bernhardt mit dem Titel „WARTEN AUF VÖGEL XI & Installation BIRDBOX AND READING 3038“ eröffnet. Josef Bernhardt thematisiert seit vielen Jahren den Umgang der Menschen mit der Natur. Über Einladung der Gert-Jonke-Gesellschaft hat er die Ausstellung anlässlich des Gert Jonke-Preises 2019 konzipiert und gestaltet. Vor dem Literaturmuseum wird ein rund zwei Meter hoher, knallroter Nistkasten aufgestellt. Er ist begehbar. In seinem Inneren befindet sich eine kleine Bibliothek mit Büchern zum Thema Natur. Über Einfluglöcher an der Rückseite können auch kleinere Vögel in den Nistkasten gelangen. Im Musilmuseum selbst werden fünf Nistkästen zum Umhängen und Wandbilder von Josef Bernhardt ausgestellt.

Im Rahmen der Preisverleihung, die am 24. März ab 19 Uhr im Konzerthaus stattfindet, wird der Regisseur Martin Polasek in einem Film alle Kandidatinnen und Kandidaten vorstellen, die von den Jurorinnen Mag. Karin Cerny (Nachrichtenmagazin Profil), Bettina Hering (Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele) und Univ.Prof. Dr. Pia Janke (Leiterin der Forschungsplattform Elfriede Jelinek an der Universität Wien) als Preisanwärter vorgeschlagen wurden.

Der erst elfjährige Pianist Elias Keller wird Stücke von Beethoven und Messiaen spielen. Oliver Welter und Nadine Zeintl werden die Preisverleihung mitgestalten.

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