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15 Millionen Euro für den Hochwasserschutz bei der Glanfurt

(30.04.2020)
Das Hochwasserschutzprojekt Glanfurt ist fertig ausgearbeitet und wird an den Wasserverband Glanfurt übergeben. Ziele sind die Hochwassersicherheit für den Süden und Westen der Stadt. Der Baustart könnte im Herbst 2021 erfolgen. Die Kosten sollen sich Bund, Land und Stadt aufteilen.

Fünf Jahre hat die Abteilung Entsorgung gemeinsam mit der Firma CCE aus Klagenfurt an den Planungen für das Hochwasserschutzprojekt Glanfurt gearbeitet. Am Donnerstag präsentierten Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz und Hochwasserschutzreferent Vizebürgermeister Wolfgang Germ bei einer virtuellen Pressekonferenz im Rathaus die Eckpunkte.

„Man kann von einem Jahrhundertprojekt sprechen, das die Lebensqualität in Klagenfurt massiv verbessert und Hochwassersicherheit für den Süden und Westen der Stadt bringen wird“, betonte die Bürgermeisterin, die auch Obfrau des Wasserverbandes Glanfurt ist. Dieser wurde für das Projekt im November 2018 gegründet.

Ihm gehören alle Wörtherseegemeinden plus die Gemeinde Ebenthal an. Viel Wert wurde in der Projektierungs- und Planungsphase auf die Anliegen der Bevölkerung gelegt. Im Rahmen von mehreren Bürgerbeteiligungen wurden Anliegen gesammelt und soweit möglich für das Projekt berücksichtigt.

„Die Abteilung Entsorgung hat das Vorhaben projektreif ausgearbeitet und übergibt es nun an den Wasserverband Glanfurt. Unsere Ziele sind die Herstellung der Hochwassersicherheit an der Glanfurt und die Verbesserung der Seestandsregulierung“, erklärt Germ. Als Baumaßnahmen sind dazu unter anderem die Neuerrichtung der Seeschleuse, eine Eintiefung zwischen Sylvestersteg und Seeschleuse sowie die Wiederherstellung des ehemaligen Glanfurtverlaufs mit Meander-Mündung im Bereich des Kehrbachs vorgesehen.

Während des gesamten Bauvorganges, der im besten Fall im Herbst 2021 erfolgt, werden strukturelle und ökologische Begleitmaßnahmen gesetzt werden. Damit sollen Natur und Umwelt in diesen Bereichen bestmöglich geschützt werden, so Mathiaschitz und Germ. Die Bauzeit ist mit drei Jahren angesetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 15 Millionen Euro inklusive Grundstücksankäufe. 80 Prozent sollen je zur Hälfte von Bund und Land gefördert werden, den Rest übernimmt die Stadt.

Im Zuge des Projekts hat die Stadt südlich der Glanfurt im Bereich der Leichtathletik-Anlage Grundstücke mit insgesamt etwa 33.000 m² erworben. Das soll weiteren Entwicklungsmöglichkeiten dienen. Im Einvernehmen ist man auch mit Anrainern entlang der Sattnitz. Nach einer Erhebung wurden hier über 200 Einbauten in die Sattnitz festgestellt. 40 davon befinden sich auf öffentlichem Grund, der Rest auf Privatgrundstücken.

Nicht genehmigte Einbauten müssen entfernt werden, dafür wird die Stadt 15 öffentliche Zugänge zur Sattnitz schaffen. Der Badeplatz bei der Badewehr bleibt erhalten.

 

--> Video zu dem Beitrag auf dem Youtube Kanal der Stadt ansehen.

 

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