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Stadtschreiberin bezieht Quartier

(29.06.2020)
Die deutsche Autorin Ronya Othmann ist ab 3. Juli für drei Monate Klagenfurter Stadtschreiberin.

Mit ihrem Text „Vierundsiebzig“, der den Genozid der Jesiden im Jahre 2014 zum Thema hat,  gewann Ronya Othmann 2019 den BKS-Bank-Publikumspreis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur und das damit verbundene sechsmonatige Stadtschreiberstipendium mit Atelieraufenthalt in Klagenfurt. Bereits 2018 nahm Othmann am Klagenfurter Literaturkurs teil. Die 1993 in München geborene Autorin und Journalistin mit kurdisch-jesidischen Wurzeln musste aus Termingründen ihren Aufenthalt splitten und wird von Juli bis September 2020 und weitere drei Monate im kommenden Frühjahr in Klagenfurt leben und arbeiten. Sie folgt auf die bisherigen Stadtschreiber wie Karsten Krampitz, Peter Wawerzinek, Cornelia Travnicek, Nadine Kegele, Gertraud Klemm, Valerie Fritsch, Stefanie Sargnagel, Karin Peschka und Raphaela Edelbauer, die ihren Klagenfurt-Aufenthalt zum Teil als Karriere-Kick nutzen konnten.

Seit 2014 studiert Othmann am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, schreibt Lyrik, Essays und Prosa und arbeitet als Journalistin mit Veröffentlichungen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (Spiegel, Zeit online, edit, Text+Kritik, taz u.a.) 2015 organisierte sie die Kurdischen Filmtage Leipzig und war 2018 in der Jury des International Film Festival Duhok in der kurdischen Autonomieregion Irak.

Neben dem Publikumspreis bei den TDDL erhielt Othmann mehrere Auszeichnungen und Förderpreise.

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