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Stadt und KDSG sind Vorreiter bei Photovoltaik

(22.07.2021)
Bis Ende 2021 werden noch 59 städtische Objekte auf einer Dachfläche von insgesamt über 41.000 Quadratmetern mit PV-Anlagen ausgestattet. Damit können etwa 1.000 Klagenfurter Haushalte mit lokal erzeugtem Ökostrom versorgt und 14.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

In der Präsentation des Leitfadens zur Photovoltaik in Kärnten vergangene Woche haben die Energiereferentin und der Raumordnungsreferent des Landes Kärnten eine einheitliche Linie vorgegeben: Dächer, Fassaden und andere bestehende Infrastruktur sollen mit PV-Anlagen ausgestattet werden, nicht aber Freiflächen. Wie der Klima- und Umweltschutzreferent der Stadt, Vizebürgermeister Prof. Mag. Alois Dolinar, festhält, unterstützen Stadt und die Klagenfurt Dachstrom GmbH (KDSG) diesen Leitfaden des Landes.

Man befinde sich schon mitten in der Umsetzung, die Landeshauptstadt nehme bereits jetzt eine Vorreiterrolle in Sachen Photovoltaik-Projekten auf Dächern ein. Ein prominentes Beispiel dafür ist die Errichtung eines Daches aus Photovoltaik-Paneelen auf der zehn Hektar großen Fläche der ehemaligen Hausmülldeponie Hörtendorf. Allein dieses Smart City Projekt kann Schätzungen zufolge sauberen Sonnenstrom für rund 3.000 Klagenfurter Haushalte liefern. Der Baubeginn ist für Ende 2022 geplant.

Auf dem Weg zur Smart City möchte die Stadt den Anteil an lokal erzeugtem Ökostrom, der dann den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern zur Verfügung steht, sukzessive erhöhen. Mit der Initiative verbunden ist neben dem Klimaschutz und der Versorgungssicherheit auch eine große regionale Wertschöpfung, da die Umsetzung mit lokalen Unternehmen erfolgt. Dazu haben die Stadtwerke für die Installierung von PV-Dachanlagen in der Stadt eine Partnerschaft mit der Klagenfurter Firma „Photovoltaic Installations“ (PVI GmbH) abgeschlossen.

Mehr Ökostrom für Klagenfurt

„Die Stadtwerke Klagenfurt haben mit der Dachstrom GmbH ein Modell entwickelt, damit Städte, aber auch Gemeinden, an einer nachhaltigen Energiezukunft mitverdienen können. Für die Landeshauptstadt Klagenfurt produziert die KDSG nun umweltfreundlichen Strom, der hier produziert und auch hier verbraucht wird. Damit leisten wir neben einem wirtschaftlichen Beitrag für die Stadt auch einen energiepolitischen Beitrag, da alleine mit der KDSG über 14.000 Tonnen CO2 eingespart werden“, betont DI Erwin Smole, Geschäftsführer der KDSG.

In enger Abstimmung mit den Fachabteilungen des Magistrates werden Schritt für Schritt geeignete Flächen der Stadt für Photovoltaikanlagen ausgesucht. „Wir prüfen laufend, wo Dächer von stadteigenen Gebäuden mit PV-Anlagen ausgerüstet werden können. Als Umweltreferent bin ich klar dafür, Dächer für Photovoltaik zu nützen und Grünflächen zu schützen. Ich lade auch Häuslbauer ein, dieser zukunftsweisenden Initiative der Stadt zu folgen und PV-Anlagen zu errichten. Im Zuge dessen lassen sich auch entsprechende Fördermittel, die es gibt und noch geben wird, abholen“, betont Dolinar.

Noch in diesem Jahr werden bei 59 Objekten auf einer Dachfläche von 41.500 Quadratmetern PV-Anlagen installiert. Das entspricht einer Versorgung von circa 1.000 Klagenfurter Haushalten. Die ersten Objektadressen in der Völkermarkter Straße, Rosenbergstraße und Steingasse gehen noch im Juli in Betrieb. Auch im nächsten Jahr sind schon 26 PV-Projekte in der Pipeline.

Insgesamt werden 2022 fast 33.000 Quadratmeter städtische Dachflächen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Das erhöht den Versorgungsanteil auf etwa 1.700 Haushalte. Bis 2030 sollen weitere 61 Objekte Grünen Strom liefern. Dann können schon über 3.200 Haushalte in Klagenfurt mit lokal erzeugtem PV-Strom versorgt werden und damit einen großen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leisten.

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