Zum Inhaltsbereich springen
Seite teilen

Rechnungsabschluss 2020 der Landeshauptstadt beeinflusst von den Auswirkungen der Covid-Krise

(18.05.2021)
Mindererträge und Mehraufwendungen durch Covid-19 wirken sich mit rund 19 Millionen Euro negativ auf das Jahresergebnis der Landeshauptstadt aus. Eröffnungsbilanz für 2020 erstmals nach der Voranschlags- Rechnungsabschlussverordnung 2015 (VRV 2015) erstellt.

Heute wurde im Stadtsenat durch Finanzreferent Jürgen Pfeiler der Rechnungsabschluss 2020 präsentiert. Dieser zeigt in Zahlen die
Auswirkungen der Covid-19 Krise auf die Finanzlage der Landeshauptstadt. Der Rechnungsabschluss der Stadt untergliedert sich in den Allgemeinen Haushalt und in die Gebührenhaushalte Abwasser- und Müllbeseitigung. Während die Gebührenhaushalte mit einem positiven Ergebnis von rund 8,4 Millionen Euro bilanzieren, zeigen sich die negativen Auswirkungen der Corona-Krise vor allem im Bereich Allgemeiner Haushalt. Dieser weißt einen Verlust von 18,9 Millionen Euro aus.

Die durch Covid-19 verursachten Mindererträge und Mehraufwendungen lassen sich mit rund 19 Millionen Euro beziffern. Ein noch negativeres Ergebnis konnte durch unterjährig vorgenommene Haushaltssperren sowie das eingeforderte Kostenbewusstsein aller Abteilungen vermieden werden.

Gegenüber dem Voranschlag blieben vor allem die Ertragsanteile (-13,2 Mio. Euro), die Kommunalsteuer (-1,6 Mio. Euro), Erträge aus der Parkraumbewirtschaftung (-1,6 Mio. Euro) und Kindergärten und Hortbeiträge (- 1,2 Mio. Euro) - Corona bedingt - hinter den Prognosen. Die der Pandemie direkt zurechenbaren Aufwendungen stehen mit 1,8 Mio. Euro zu Buche. Alleine an Corona-Soforthilfen wurden 500.000 Euro ausbezahlt.

Trotz Corona konnte die Stadt ihrer Funktion als Wirtschaftsmotor nachkommen und rund 20 Millionen Euro in städtische Infrastruktur investieren. „Diese Investitionen waren möglich, da in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet wurde“, so Finanzreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler.

Der Finanzierungshaushalt, welcher die Veränderung der liquiden Mittel der Stadt abbildet, weist aufgrund einer Darlehensaufnahme in Höhe von 20 Millionen Euro und aufgrund der stabilen Gebührenhaushalte ein positives Ergebnis in Höhe von 8,7 Millionen Euro aus.


Eröffnungsbilanz 2020

Gemäß Bestimmungen der neuen VRV 2015 mussten dieses Jahr Städte und Gemeinden erstmals eine Eröffnungsbilanz auf Basis dieser neuen VRV-Verordnung erstellen. Dazu war es notwendig das gesamte Vermögen der Stadt Klagenfurt zu bewerten. Dieser Prozess dauerte über mehrere Jahre. Die nun vorliegende Bilanz mit einer Bilanzsumme von 1,21 Milliarden Euro ist das Ergebnis dieser Vermögensbewertung und bildet die Basis für alle zukünftigen Budgets und Rechnungsabschlüsse.

Den Rücklagen bzw. Rückstellungen aus den Gebührenhaushalten in der Größenordnung von ca. 49 Millionen Euro stehen nahezu gleich hohe Zahlungsmittelreserven (liquide Mittel) gegenüber und sind daher die zukünftigen Investitionen in den Gebührenhaushalten gesichert.

Die Landeshauptstadt Klagenfurt präsentiert sich gut aufgestellt für die Zukunft. Die kommenden Jahre werden vor allem für den Allgemeinen Haushalt eine besondere Herausforderung. Das Gemeindehilfspaket des Bundes ist hier zwar eine zwischenzeitliche Hilfe, stellt in großen Teilen jedoch ausschließlich eine Vorschussleistung dar. Somit liegt massiver Konsolidierungsdruck auf Städte und Gemeinden. Auf niedrigem Niveau stagnierenden Zuwächsen bei Ertragsanteilen und Abgaben, stehen stark steigende Transferzahlungen, wie beispielsweise im Sozialbereich, bei Krankenanstalten etc. gegenüber.

Nähere Details zum Rechnungsabschluss bzw. zur Eröffnungsbilanz finden Sie auch auf der Homepage der Landeshauptstadt im Bereich Magistrat/Finanzen.

Scrolle nach oben