Aus dem Stadtsenat

Einstimmig wurde heute der Weg der derzeit gesperrten Bahnhofstraße hin in Richtung Begegnungszone beschlossen. Erste Ergebnisse der breit angelegten Verkehrsstudie untermauern diese Entscheidung.

Bahnhofstraße Klagenfurt Foto: StadtKommunkation/Hude

Bahnhofstraße Klagenfurt. Foto: StadtKommunkation/Hude

Die Innenstadt für den Verkehr auszudünnen und damit den Bereich mehr zu beleben, ist das Bestreben vieler Städte. Aktuell gibt es jedoch in Bezug auf die Bahnhofstraße die Situation, dass für die Bevölkerung nicht mehr klar erkennbar ist, in welche Richtung die Stadt in Bezug auf Innenstadtgestaltung gehen möchte. Es besteht daher rascher Handlungsbedarf um ehestmöglich eine klare Linie kommunizieren zu können. So Bürgermeister Christian Scheider heute einleitend zum außerordentlichen Stadtsenat. Er untermauerte damit auch die Wichtigkeit der heutigen außerordentlichen Stadtsenatssitzung.

DI Andreas Käfer, Geschäftsführer der Traffix Verkehrsplanung GmbH präsentierte daher heute erste Zwischenergebnisse zur laufenden Projektstudie. Diese ist für ein Jahr anberaumt und läuft noch bis Ende März 2023.

Was jetzt schon lt. Käfer gesagt werden kann ist, dass sich die Mehrheit der Befragten eine Verbesserung der Situation in der Bahnhofstraße wünscht. Auf breiter Basis gibt es in der Bevölkerung den Wunsch, das Ambiente der Bahnhofstraße zu verbessern. Die konkreten Anliegen dabei sind mehr Geschäfte, mehr Sitzmöglichkeiten, eine Verkehrsberuhigung und eine Attraktivierung des Raumes für Radfahrer und Fußgänger. Die bisherigen Ergebnisse der Straßenzählung zeigen weiters, dass der Straßenverkehr in der Umgebung deutlich abgenommen hat und hier bereits ein gewünschter Effekt der Verkehrsberuhigung eingetreten ist.

Das Zwischenergebnis verdeutlicht daher schon jetzt, dass eine Aufhebung der Verkehrsberuhigung in der Bahnhofstraße und damit eine Rückkehr zum ursprünglichen Zustand nicht zielführend wäre. Vielmehr sinnvoll wäre aus Sicht des Verkehrsplaners weiter darüber nachzudenken, wie eine langfristige Verkehrsberuhigung in der Bahnhofstraße umgesetzt werden kann.

Einstimmig beschlossen wurde daher heute im Stadtsenat diesem Zwischenergebnis zu folgen und die Bahnhofstraße im derzeit gesperrten Bereich rasch und dauerhaft zu einer Begegnungszone umzubauen. Als ersten Schritt sollen ehestmöglich Maßnahmen zur Verbesserung der optischen Gestaltung gesetzt werden. Von der Bahnhofstraße ausgehend, soll weiters der Fahrplan zur Umsetzung weiterer Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der Innenstadt konkretisiert werden und dieser im Frühjahr des nächsten Jahres der Öffentlichkeit präsentiert werden.

„Ich bin froh, dass die heutige Sitzung einstimmig Klarheit zur Bahnhofstraße gebracht hat. Damit bekommt auch die Bevölkerung ein besseres Bild und wir können rasch mit der Umsetzung beginnen.“
Bürgermeister Christian Scheider