Klagenfurt zieht Mietpreisbremse

Angesichts der anhaltenden Teuerungswelle macht Bürgermeister Christian Scheider das Thema Wohnkosten zur Chefsache. Eine Mietpreisbremse für die insgesamt 3.100 stadteigenen Wohnungen soll in einem Sonderstadtsenat beschlossen werden.

Keine Mietpreiserhöhung in stadteigenen Wohnungen

Die finanzielle Belastung, die Menschen heuer aufgrund der horrend ansteigenden Lebenserhaltungskosten erfahren müssen, ist an der Schmerzgrenze angelangt.

„Klagenfurt muss jetzt, anders als der Bund, die Mietpreisbremse umsetzen. Uns ist es wichtig, gerade in diesen schwierigen Zeiten der Rekordinflation, den Menschen unter die Arme zu greifen. Viele leiden unter den immer höher werdenden Preisen. Es liegt jetzt an uns, dem entgegenzuwirken."

Bürgermeister Christian Scheider

Angesichts der Tatsache, dass sich die österreichische Bundesregierung anstelle einer Mietpreisbremse für eine Einmalzahlung entschieden hat, nimmt der Bürgermeister und Sozialreferent das Thema nun selbst in die Hand.

In einer Sondersitzung des Stadtsenates soll am 28. März eine „Klagenfurter Mietpreisbremse“ für die stadteigenen Wohnungen beschlossen werden. Das bedeutet, dass es in diesem Jahr für die Mieter der insgesamt 3.100 stadteigenen Wohnungen auf jeden Fall keine Mietzinserhöhung geben wird.

„Die Einmalzahlung der Bundesregierung ist dann für Mieter von Gemeinde­wohnungen in der momentan schwierigen Lebenssituation ein zusätzlicher Teuerungsausgleich“, so der Bürgermeister. Weiters regt Scheider an, „auch seitens des Landes Kärnten eine Mietpreisbremse für Wohnungen gemein­nütziger Bauträger bzw. für Mieterinnen und Mieter von Genossenschafts­wohnungen einzusetzen.“