Paul Kulnig-Retrospektive im Stadthaus

Anlässlich des 90. Geburtstags von Paul Kulnig widmet die Stadt Klagenfurt dem 2018 verstorbenen Künstler eine Retrospektive mit Werken aus seinem Nachlass sowie aus privaten und öffentlichen Sammlungen. Zur Eröffnung durch Kulturreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler kamen neben Künstlerfreunden auch zahlreiche Lehrerkollegen, Schülerinnen und Schüler des ehemaligen Kunstprofessors.

Kulturreferent Vzbgm Jürgen Pfeiler, Lucas Kulnig, Sohn des Künstlers Paul Kulnig, Kulturabteilungsleiter Alexander Gerdanovits und Kunsthistoriker Dr. Günther Motschnig

Paul Kulnig war ein entschiedener Einzelgänger, ein vitaler Künstler, der sein Leben keiner Idee unterwerfen wollte. Dem Zeichnen als unmittelbarste und persönlichste Ausdrucksform blieb Kulnig sein Leben lang treu. Bekannt wurde er in den 1970er und 1980er Jahren vor allem durch seine Aktzeichnungen. Erst später entdeckte er seine Liebe zur Landschaft. Kulnig prägte die Klagenfurter Kunstszene über Jahrzehnte mit und brachte als Pädagoge Generationen von Schülerinnen und Schülern die bildende Kunst näher.

„Mit Stolz und Freude eröffnen wir heute eine ganz besondere Ausstellung, die das umfangreiche Werk eines der wohl bekanntesten Klagenfurter Künstlers präsentiert. Drei Jahre ist es bereits her, dass der große Zeichner - einer der bedeutendsten in der österreichischen Kunstlandschaft - Paul Kulnig von uns ging. Heuer hätte er seinen 90sten Geburtstag gefeiert.  Zu diesem Anlass hat Alexander Gerdanovits, Leiter der Abteilung Kultur und persönlicher Freund Kulnigs gemeinsam mit seiner Familie und der Leiterin der Stadtgalerie, Beatrix Obernosterer, diese umfangreiche, sorgfältig zusammengestellte Schau kuratiert“, eröffnet Klagenfurts Kulturreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler die sehenswerte Ausstellung.

Zeitgleich mit der Retrospektive erscheint im Ritter Verlag  die erste umfassende Publikation über das Lebenswerk von Paul Kulnig. Das Buch zeigt einen profunden Querschnitt durch dessen künstlerische Entwicklung und ermöglicht einen tiefen Einblick in sein Arbeiten und seine Werkperioden. „Durch das Publizieren der Monografie zu Paul Kulnig und durch die Retrospektive in der Alpen-Adria-Galerie soll seine Bekanntheit über Kärnten und Österreich hinaus erhöht und sein Werk einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden“, so Kulturabteilungsleiter Alexander Gerdanovits.

Die Ausstellung läuft bis 31. Oktober.

Öffnungszeiten: Täglich außer Montag von 10 bis 18 Uhr.

Am 8. Oktober findet in der Alpen-Adria-Galerie „Ein Abend für Paul Kulnig“ statt, bei dem sich Künstlerfreunde und Weggefährten an den Künstler erinnern. Beginn: 19 Uhr