Pflege- und Schutzmaßnahmen für Natura 2000-Gebiet

Seit 2019 wird das Projekt „City meets nature“ erfolgreich in Klagenfurt durchgeführt. Wichtige Maßnahmen zur Pflege- und zum Schutz des Lendspitz-Maierniggs wurden getroffen – allen voran die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung!

„City meets nature“ mit Kurt Aschbacher, Mag. Ronald Würflinger, Dr. Susanne Glatz-Jorde, Michaela Taupe-Traer, LR Mag. Sara Schaar, StR Mag. Franz Petritz und Vizebürgermeister Prof. Mag. Alois Dolinar

Mit dem Natura 2000-Schutzgebiet Lendspitz-Maiernigg besitzt Klagenfurt ein besonders Naturjuwel, umgekehrt ist es einzigartig, dass ein Europaschutzgebiet so nahe an einem Ballungszentrum liegt. Um das Gebiet und seine pflanzlichen und tierischen Bewohner zu schützen und zu erhalten, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, darunter seit 2019 auch die Projektinitiative „City meets nature“. „Die besondere Herausforderung in diesem Areal: Einerseits die Natur schützen, andererseits sie trotzdem der Bevölkerung zugänglich zu machen“, weiß Bildungsreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz. Als eine der wichtigsten Maßnahmen werden regelmäßig Exkursionen für Kinder und Jugendliche angeboten, u.a. besucht auch die Sommerkinderbetreuung der Stadt Klagenfurt „Funtastico“ das Schutzgebiet. So beginnt die Bewusstseinsbildung bereits in jungen Jahren.

Neben der Stadt Klagenfurt wird „City meets nature“ auch von der Initiative „Blühendes Österreich“ von der REWE-Privatstiftung unterstützt. Österreichweit werden über 200 Projekte zum nachhaltigen Naturschutz von REWE gefördert. Kärntenweit gibt es über 40 Gebiete, die als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind und vom Land Kärnten gefördert werden. „Klagenfurt ist hier ein echtes Vorzeigegebiet“, bestätigt die Umweltreferentin des Landes Kärnten, Landesrätin Mag. Sara Schaar.

„Mensch und Natur im Einklang zu bringen ist ein emotionales Thema, mit den Projektpartnern ist es aber gelungen, immer sachlich zu bleiben und eine gute Lösung für die Bevölkerung und die Natur zu finden“, so Umweltreferent Vizebürgermeister Prof. Mag. Alois Dolinar.

Folgende Maßnahmen wurden bisher durchgeführt:

  • Schilfgürtel wird durch Abstandshalter geschützt, damit haben auch Jungfische mehr Ruhe
  • Pflege der Pfeifengraswiese
  • 5 Amphibientümpel wurden angelegt
  • 30 (Fluss)-Muscheln wurden eingesetzt

Regelmäßige, geführte Exkursionen in das Gebiet durch die „City-Ranger“ zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung.