Stadt vertieft Zusammenarbeit mit Jägerschaft

Beim diesjährigen Bezirksjägertag des Jagdbezirks Klagenfurt konnten wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden: Die Stadt Klagenfurt intensiviert die Zusammenarbeit mit der Jägerschaft zum Schutz der Wildtiere, der Sicherheit im Straßenverkehr und im Freizeitsport.

Stadträtin Sandra Wassermann besuchte den Bezirksjägertag zu dem auch Ex-Skirennläufer Fritz Strobl als begeisterter Jäger eingeladen war, mit dabei waren auch Georg Helmigk (Bezirksjägermeister Jagdbezirk Klagenfurt) und Dr. Mario Deutschmann (Verwaltungsdirektor der Kärntner Jägerschaft). Foto: SK/Hude

Stadträtin Sandra Wassermann besuchte den Bezirksjägertag zu dem auch Ex-Skirennläufer Fritz Strobl als begeisterter Jäger eingeladen war, mit dabei waren auch Georg Helmigk (Bezirksjägermeister Jagdbezirk Klagenfurt) und Dr. Mario Deutschmann (Verwaltungsdirektor der Kärntner Jägerschaft). Foto: SK / Hude

Die Kärntner Jägerschaft sieht sich als Drehscheibe zwischen Naturnützern und der wichtigen Aufgabe Wildtiere zu hegen und zu schützen. Als zuständige Referentin ist es Stadträtin Sandra Wassermann ein großes Anliegen, die Interessen aller in diesem Bereich zu berücksichtigen. Seitens der Stadt wurden in der Vergangenheit bereits wichtige Maßnahmen gesetzt, um Wildtiere zu schützen: Zum einen wurden im Stadtgebiet Hundefreilaufzonen errichtet, die es den Vierbeinern ermöglicht, frei herumzutoben, ohne dabei das Wild zu gefährden. Außerhalb der Freilaufzonen herrscht Leinenpflicht, die vom Ordnungsamt regelmäßig überprüft wird. Zudem wird jeder Neo-Hundehalter bei der Anmeldung seines Vierbeiners über die Hunde-Verordnung der Stadt Klagenfurt informiert (Anmerkung: Diese beschreibt u.a. die genauen Schonzeiten der Wildtiere, Brutzeiten etc.)

Ein weiteres, lang diskutiertes Thema betrifft den Freizeitsport in den Wäldern rund um Klagenfurt. „Zwischen Grundstückseigentümern und Mountainbike-Vereinen sowie dem Land Kärnten stehen wir, die Stadt Klagenfurt, im intensiven Austausch, um endlich eine zufriedenstellende Lösung für Mensch und Natur zu finden“, versichert Stadträtin Sandra Wassermann.

Als weitere Maßnahme soll bei künftigen Bauprojekten und der Verbauung von Grünflächen darauf geachtet werden, dass so genannte Wildkorridore geschaffen werden, diese sollen auch in den Widmungsplänen berücksichtigt werden.

Um im Straßenverkehr Mensch und Tier zu schützen, wurden im letzten Jahr bereits wichtige Wildtierreflektoren an neuralgischen Verkehrspunkten aufgestellt, um hier Unfälle zu vermeiden. Autofahrer werden außerdem gebeten in der Völkermarkter Straße, am Südring, der Wörthersee Süduferstraße, Rosentaler Straße, Feldkirchner Straße, Josef-Sablatnig-Straße, St. Veiter Straße und Richtung Ponfeld besonders aufmerksam zu fahren.

Um den Nachwuchs der Wildtiere zu schützen hat die Kärntner Jägerschaft seit kurzem eine Wärmebilddrohne im Einsatz. Auf Wunsch überfliegt diese die Äcker der Landwirte bevor diese gemäht werden, um so Rehkitze zu retten. Das Angebot ist kostenlos, Interessierte sollen sich bitte direkt an jeweils zuständigen Jagdausübungsberechtigten wenden.

Da der Bedarf groß ist, wird mit finanzieller Unterstützung der Stadt Klagenfurt eine zweite Wärmebilddrohne angekauft. „Wir freuen uns außerordentlich über die neue Zusammenarbeit mit dem Jagdreferat der Stadt Klagenfurt. Der Einsatz der Wärmebilddrohne ist ein wertvoller Schritt, nicht nur in der Rehkitzrettung, sondern auch um der Bevölkerung unsere Arbeit und die Aufgaben der Jägerschaft näher zu bringen“, so Bezirksjägermeister Georg Helmigk.

Wer sich für die Arbeit mit einer Wärmebilddrohne im Bereich des Tierschutzes interessiert, ist herzlich zu einem Info-Nachmittag eingeladen. Termin ist am 29. April 2022 um 16 Uhr im Schloss Mageregg.