Starkes Zeichen für Vielfalt und Toleranz

Viele Menschen trotzten am Samstagnachmittag der Hitze und setzten bei der Regenbogenparade durch die Klagenfurter Innenstadt ein starkes Signal für Vielfalt und Toleranz. Bürgermeister Christian Scheider erinnerte bei der Auftaktkundgebung vor dem Stadttheater an inakzeptable Verbrechen gegen die Menschenrechte.

Bürgermeister Christian Scheider bei der Regenbogenparade.  Foto: M. Putz

„Ich versichere allen Teilnehmenden, dass es in Klagenfurt heute und in Zukunft keinen Platz mehr für Diskriminierung, Ausgrenzung oder Diffamierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder aufgrund ihres Geschlechts geben darf. Als Landeshauptstadt möchten wir ein Bewusstsein für mehr Akzeptanz und ein verständnisvolleres Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen Lebensformen und Lebensmodellen schaffen“, so Scheider.

Die Regenbogenfahnen vor dem Rathaus, dem Stadttheater und der Universität seien ein sichtbares Zeichen der Vielfalt Klagenfurts in der Alpen-Adria Region.

Stadttheater-Intendant Aron Stiehl betonte die Bedeutung eines verständnisvollen Miteinanders und des Sichtbarmachens zur Sensibilisierung. Stiehl erinnerte an diskriminierende Gesetze in Österreich und Deutschland, die erst in jüngster Vergangenheit aufgehoben wurden.

Nadja Regenfelder und Erec Gellautz vom Verein Queerklagenfurt/Celovec bedankten sich, dass es im Juli einen runden Tisch mit der Stadt geben werde und man den Willen zur Zusammenarbeit signalisiert habe. Die Organisatoren der Paraden verwiesen aber auch auf den Umstand, dass es noch immer Länder gebe, die Gesetze gegen LGBTIQ+-Menschen haben und exekutieren.