Klimakompass

Der Klimakompass der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee macht sichtbar, wie sich Klima und Hitze im Stadtgebiet konkret auswirken – und was das für unseren Alltag bedeutet. Übersichtlich aufbereitet zeigt er Themen wie die Sonnenstunden im Jahresverlauf, die Intensität der Globalstrahlung (Insolation) sowie, als wesentlicher Indikator, das Hitzeinsel-Potenzial (HIP-Index) zu Mittags- und Abendzeiten.

So entsteht eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Verwaltung, Planung und Bevölkerung, um gezielt Maßnahmen für ein klimaangepasstes, lebenswertes Klagenfurt zu entwickeln und umzusetzen.

Der Heat Island Potential-Indikator (HIP-Index) beschreibt, wie stark eine Stadt oder ein Gebiet zur Bildung einer städtischen Wärmeinsel neigt. Vereinfacht gesagt: Er zeigt das Potenzial dafür, dass es dort im Vergleich zum Umland wärmer wird. Er hängt typischerweise mit Faktoren zusammen, die Wärme speichern oder zusätzliche Wärme erzeugen, zum Beispiel:

  • viel Versiegelung durch Asphalt und Beton,
  • wenig Grünflächen und Bäume,
  • dichte Bebauung,
  • geringe Luftzirkulation.

Für die Praxis ist der Indikator nützlich, weil er hilft, Hotspots zu erkennen, also Quartiere, in denen Hitzeprobleme besonders wahrscheinlich sind. Darauf aufbauend kann man Maßnahmen planen, etwa mehr Verschattung, Entsiegelung oder Begrünung.

Wichtig ist die Unterscheidung: Der Heat Island Potential-Indikator misst nicht direkt die aktuelle Temperatur, sondern eher die Verwundbarkeit oder Neigung eines Ortes, sich stark aufzuheizen.

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