Statistik

Eine eigene Gruppe für Statistik sammelt Zahlen aus den verschiedensten Lebensbereichen der Kärntner Landeshauptstadt. Jährlich erscheint als Zusammenfassung das Statistische Jahrbuch mit rund 300 Seiten Zahlenmaterial. Zum Aufgabengebiet gehören auch Erhebungen, Analysen und Publikationen, Beiträge zur Stadtforschung und Großzählungen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Statistik-Gruppe arbeiten eng mit der Statistik Austria zusammen und geben gerne Auskunft über das aktuelle Klagenfurter Zahlenmaterial.

Auf unseren Seiten gibt es in tabellarischer und grafischer Form aktulles Zahlenmaterial aus den Bereichen Bevölkerung, Arbeitsmarkt und Tourismus.  Die Daten werden entsprechend der Periodizität der betreffenden Statistik laufend aktualisiert.


Interessante Links: 

Ihr Kontakt

Dr.in MMag.a Gabriele Stoiser

Gruppenleiterin

Amtsgebäude Kumpfgasse

Kumpfgasse 20
9010 Klagenfurt am Wörthersee

Michaela Jernej

Statistik

Amtsgebäude Kumpfgasse

Kumpfgasse 20
9010 Klagenfurt am Wörthersee

Ricardo Köstenbaumer

Preisstatistik, VPI-Auskünfte

Amtsgebäude Kumpfgasse

Kumpfgasse 20
9010 Klagenfurt am Wörthersee

Die Arbeitsmarktstatistik liefert Informationen zu Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften. Monatlich wertet das Arbeitsmarktservice Kärnten (AMS) die Arbeitslosenzahlen und die Zahl der offenen Stellen für Klagenfurt-Stadt aus. Jeweils am Monatsende werden stichtagsbezogen der Bestand an als arbeitslos vorgemerkten Personen und die dem AMS gemeldete Zahl der freien Arbeitsplätze erfasst.

2020 hat die Corona-Krise zu einer dramatischen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt geführt. Waren in den ersten beiden Monaten des Jahres noch weniger Arbeitslose als im Jahr davor gemeldet, so gab es in den Folgemonaten ausschließlich Zuwachsraten im zweistelligen Bereich. Im Jahr 2021 kam es zu einer deutlichen Entspannung am Arbeitsmarkt.  Im Jänner (+15,7%) und Feber (+13,9%) zeichnete sich aufgrund des coronabedingten Lockdowns noch keine Trendwende ab, beginnend mit März setzte jedoch eine deutliche Verbesserung der Arbeitsmarktlage ein mit Rückgängen der Arbeitslosenzahlen in einer Bandbreite zwischen 36,5% (Mai 21)und 22,3% (Dezember 21) bis Ende des Jahres. Die großen Abnahmen waren in erster Linie durch die starken Einbrüche durch die Pandemie im Jahr 2020 bedingt. Vergleicht man die Zahlen jedoch mit dem Vorkrisenniveau, so lagen die Werte ab April auch unter jenen des Jahres 2019.

Im Jänner, dem Monat mit der höchsten Zahl an Arbeitslosen in Klagenfurt, waren 6.562 Personen auf Arbeitssuche, um 15,7% mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres (5.673). Bis März sank die Zahl auf 5.224, was ein Minus von 29,4% gegenüber März 20, dem Monat, in dem die ersten Covid-19-Maßnahmen in Österreich gesetzt wurden, bedeutet. Am geringsten war die Zahl der Arbeitssuchenden – wie schon im Vorjahr - im September mit 3.585 (2020: 4.765), um dann wieder – auch saisonal bedingt – auf 5.058 zu steigen. Im Vorjahr lag verursacht durch die Corona-Krise das Maximum im April bei 7.420 Arbeitslosen, gefolgt vom März (7.399) und Dezember (6.509).

Im Jahresdurchschnitt waren 2.534 Männer und 2.008 Frauen (2020: 3.210 bzw. 2.572) arbeitslos gemeldet, insgesamt 4.542 Personen (2020: 5.783; 2018: 4.817; 2017: 5.268). Der durchschnittliche Arbeitslosenbestand sank damit im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel (-1.241 bzw. +21,5%) und lag damit sogar etwas unter den Zahlen von 2019 mit durchschnittlich 4.603 Arbeitslosen. Hinzu kommen noch im Mittel 686 Personen in Schulung (2020: 623; 2018:750; 2017: 822). Auch die Zahl der offenen Stellen nahm wieder zu. Waren es 2020 im Durchschnitt 780 (2018: 1.005; 2017: 773), so stieg diese Zahl im Jahr 2021 auf 1.424, d.h. es kamen rund 3,2 Arbeitssuchende auf eine angebotene Stelle.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten alle Altersgruppen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Der Arbeitsmarkt für unter 25-Jährige, der sich in den Vorcorona-Jahren positiv entwickelte (2019: ‑7,4%; 2018: -13,8%; 2017: -16,6%) und 2020 ebenfalls einbrach (+29,0%), erholte sich sehr gut. 2021 waren mit durchschnittlich 347 um ein Drittel (-35,1%) weniger unter 25-Jährige als arbeitslos vorgemerkt (2020: 534; 2019: 414). Bei den Älteren, von denen übers Jahr gesehen im Mittel 1.603 arbeitslos waren, gab es zwar auch ein Minus (2020: 1.799 bzw. +20,6%; 2019: 1.492 bzw. +0,4%; 2018: 1.486 bzw. -1,9%; 2017: 1.515 bzw. +5,7%), das jedoch mit 10,9% deutlich geringer ausfiel. Rund vier von zehn Arbeitssuchenden (35,3%) waren über 50 Jahre alt. In der Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen gingen die durchschnittlichen Arbeitslosenzahlen um ein Viertel (‑25,8%; 2020: +27,9%) auf 2.592 zurück.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen (über 6 Monate), ebenfalls ein Indikator für den Arbeitsmarkt, ist im Jahresdurchschnitt um 7,9% gesunken (2020: 2.193 bzw. 33,3%; 2019: 1.645 bzw. 6,0%; 2018: 1.749 bzw. -12,7%; 2017: 2.004 bzw. +0,3%). Betrachtet man allerdings die Gruppe der Langzeitarbeitslosen, die mehr als ein Jahr ohne Arbeit waren, so gab es – nach +25,8% im Vorjahr – einen weiteren Anstieg um ein Fünftel auf 1.338 (2020: 1.113; 2019: 885 bzw. ‑8,7%; 2018: 969 bzw. -9,4%; 2017: 1.069 bzw. +10,2%). Seit März sind die Zahlen jedoch rückläufig. Im Dezember waren noch 1.110 Personen, deren Arbeitslosigkeit schon über ein Jahr andauert, im AMS-Register als arbeitslos vorgemerkt.

Die Zahl der jobsuchenden Akademiker, die mit Beginn der Sommerferien meist ansteigt und in den Folgemonaten etwas zurückgeht, erreichte 2021 im Jänner ihren Höchststand (464). Im Jahresdurchschnitt waren 227 Akademikerinnen und 159 Akademiker arbeitslos gemeldet, in Summe also 386 und damit um 17,6% weniger als 2020 (2020: +18,2%). Ihr Anteil an den Arbeitslosen betrug im Mittel 8,5%.

Differenziert man nach dem Ausbildungsgrad zeigt sich, dass jeder zweite vorgemerkte Arbeitslose nur einen Pflicht­schul­abschluss aufweist, rund ein Drittel hat eine Lehre oder mittlere Ausbildung absolviert und nicht ganz jeder Zehnte hat eine Matura. Unabhängig vom Bildungsniveau konnten alle Gruppen vom Wiedererstarken des Arbeitsmarktes profitieren.

Bei ausländischen Staatsangehörigen, bei denen im Vorjahr mit +29,2% ein höherer Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet wurde als bei Inländer*innen (+24,1%), lag der Rückgang bei -25,1% (Inländer*innen: -19,9%). Über das Jahr gesehen waren im Mittel 1.332 Ausländer*innen (2020: 1.778), also nicht ganz ein Drittel aller vorgemerkten Arbeitsuchenden (29,3%), arbeitslos gemeldet.

Die Zahl der Lehrstellensuchenden lag im Jahresdurchschnitt bei 104 und damit um 25,4% unter dem Vorjahreswert (2020: 139 bzw. +14,2%; 2019: 122 bzw. +4,6%; 2018: 117 bzw. -12,0%; 2017: 133 bzw. 6,3%). Die meisten Lehrstellen­such­en­­den gab es im August (131) und Juli (130). Durchschnittlich wurden 76 offene Lehrstellen angeboten (2020: 54; 2019: 71; 2018: 62; 2017: 57), deutlich mehr als im Vorjahr (+39,2%). Das größte Lehrstellenangebot gab es im Oktober (120).

In den letzten zehn Jahren hat die Bevölkerung Klagenfurts kontinuierlich zugenommen. Mit 1.1.2022 waren laut lokalem Melderegister 103.009 Personen in der Landeshauptstadt mit Hauptwohnsitz gemeldet, 53.985 Frauen und 49.024 Männer. Gegenüber dem Vorjahr gab es ein Plus von 0,87% (+885). In den beiden Vorjahren lag das Einwohnerwachstum bei 0,41% bzw. 0,71%. 19.316 ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, 55,7% bzw. 10.755 aus EU-Ländern, leben derzeit in Klagenfurt, was einem Ausländeranteil von 18,8% entspricht. Gegenüber 2021 hat sich deren Zahl um 1.047 erhöht.

Untersucht man die demographischen Komponenten, so zeigt sich, dass ausschließlich die positive Wanderungsbilanz zum Bevölkerungswachstum beigetragen hat, die Geburtenbilanz ist in Klagenfurt schon seit langem negativ. So gab es im Jahr 2020 laut Statistik Austria um 320 Sterbefälle (1.184) mehr als Geburten (864), 2019 waren es 1.069 Sterbefälle und 878 Geburten, was einen Saldo von ‑191 ergibt. Dem standen 2020 insgesamt 5.909 Zu- und 5.128 Wegzüge gegenüber, was einem Plus von 781 Personen entspricht (2019: 6.202 Zu- und 5.494 Wegzüge, Saldo 708).

Mehr Zuzug als Abwanderung

Differenziert man nach Wanderungstyp, so lag 2020 der Wanderungssaldo bei Außenwanderungen (mit dem Ausland) mit +416 ebenso im Plus wie bei den Binnenwanderungen (innerhalb Österreichs) mit einem Saldo von +365, d.h. es zogen weniger Personen in andere Bezirke weg (3.934) als von anderen Bezirken zu (4.299). Innerstädtische Umzüge gab es 7.441.

Die Zunahme ist hauptsächlich auf Migra­tions­gewinne bei den Ausländern zurückzuführen. So betrug 2020 das Plus aus Zu- und Wegzügen ausländischer Personen 589 (Inländer: +192). Der Wanderungssaldo bei Nicht-Österreichern war seit 2002 ununter­broch­en deutlich positiv, bei den Inländern gab es vor allem in den Jahren 2012 und 2013 ein spürbares Plus.

Jeweils rund 20% leben in den bevölkerungsreichsten Stadtteilen St. Martin/Waidmannsdorf (22.179 bzw. 21,5%) bzw. St. Peter/Welzenegg (20.575 bzw. 20,0%). Rund jeder Zehnte wohnt in Annabichl (11.328 bzw. 11,0%). Der einwohnermäßig kleinste Stadtbezirk – abseits der vier Innenstadtbezirke mit insgesamt 2.658 Einwohnern (2,6%) – ist Hörtendorf, wo 2,5% der Klagenfurter Bevölkerung (2.593) ihren Hauptwohnsitz haben.

Altersstruktur

Das Durchschnittsalter der Klagenfurterinnen liegt bei 45,7 Jahren, der Klagenfurter bei 42,2 Jahren (insgesamt 44,1 Jahre). 13,8% der Wohnbevölkerung sind unter 16, jeder Fünfte (21,2%) ist über 65.

Hinweis!

Zu beachten ist, dass es unterschiedliche Zählweisen und damit Bevölkerungszahlen gibt. Die Statistik Austria berücksichtigt bei der Statistik des Bevölkerungsstandes neben den Hauptwohnsitzmeldungen aus dem zentralen Melderegister auch die Aufenthaltsdauer von Personen. Dabei werden nur die Personen zur Wohnbevölkerung gezählt, die mindestens 90 Tage ohne Unterbrechung in Österreich mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, weshalb es zu Differenzen zu den ausgewiesenen Einwohnerzahlen kommt. Laut Statistik Austria lebten bspw. mit 1.1.2022 (vorläufiger Stand) in Klagenfurt am Wörthersee 102.610 Einwohner (lokales Melderegister: 103.009).

Die Stadt Klagenfurt am Wörthersee erstreckt sich auf einer Fläche von 120 km² jeweils rund 15 km in nord-südlicher und ost-westlicher Richtung. Rund ein Drittel davon ist von Wald bedeckt. Sie ist administrativ in 15 Bezirke und 148 Zählsprengel eingeteilt. Das Stadtzentrum liegt in 446 m Seehöhe. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist der Ulrichsberg mit 1.022 m, der tiefste Punkt die Gurkerbrücke mit 420 m.

Die heutige Ausdehnung erhielt Klagenfurt im Jahr 1973. Nachdem am 15. Oktober 1938 die Gemeinden St. Ruprecht, St. Martin, Annabichl und St. Peter in das Stadtgebiet eingegliedert wurden, folgten am 1. Jänner 1973 die Gemeinden Hörtendorf, Viktring und Wölfnitz sowie Teile von St. Peter am Bichl und Ebental (heute Ebenthal in Kärnten).

In Klagenfurt herrscht gemäßigt kontinentales Klima, d.h. im Jahresablauf kommt es zu relativ großen Temperaturschwankungen. So wurde im Vorjahr am 3. Jänner die tiefste Temperatur von -8,8° und am 1. August die höchste mit 33,5° erreicht. Erstmalig seit Beginn der Aufzeichnungen im Statistischen Jahrbuch wurde damit kein zweistelliges absolutes Minimum im Winter registriert. 1987 wurde am 1. Feber sogar ein Wert von -25,6° gemessen.

Im Vorjahr gab es 13 Tropentage, an denen das Thermometer die 30°-Grenze überschritt, und 70 Sommertage mit einem Maximum zwischen 25° und 30° Demgegenüber stehen 9 Eistage, an denen die Maximaltemperatur nicht über die Nullgrad-Marke hinauskam. An 69 Tagen war Klagenfurt in Nebel gehüllt. Vergleicht man diese Zahlen mit den Werten der Vorjahre, so zeigt sich, dass die Jahre 2017 bis 2019 deutlich „extremer“ waren, mit mehr Tropen- bzw. Sommertagen, aber auch mehr Eistagen.

Anmerkung: Weitere statistische Daten zu diesem Thema finden sich im Kapitel 1 bzw. 2 des Statistischen Jahrbuchs der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee.

Im Kindertagesheimwesen stehen mehrere Betreu­ungs­formen für Kinder unterschiedlichen Alters zur Verfügung. Krippen/Krabbelstuben nehmen Kinder im Alter von acht Wochen bis zum vollendeten dritten Lebensjahr auf. In Kindergärten werden Kinder vom beginnenden vierten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr betreut, wobei die Altersgrenzen teilweise verschwimmen, also z.B. auch unter 3-Jährige in Kindergärten Aufnahme finden. Für schulpflichtige Kinder stehen Horte zur Verfügung. Zusätzlich bieten Tagesmütter ihre Dienste an. Erhebungsstichtag für das Datenmaterial ist der 15. Oktober des jeweiligen Jahres.

Für die 5.313 Klagenfurter Kinder unter 6 Jahren stehen für das Kindergartenjahr 2021/22 39 Krippen und Krabbel­stuben und 39 Kindergärten zur Verfügung. Für schulpflichtige Kinder, 2021 waren es in Klagenfurt 8.887, gab es 17 Horte. Zusätzlich bieten 20 Tagesmütter ihre Dienste an.

953 Kinder werden in einer Krabbelstube betreut, 100 davon in einem städtischen. In den Kindergarten gehen 2.694 Kinder, wobei in den 13 städtischen Einrichtungen insgesamt 1.307 Kinder eingeschrieben sind. Von den 1.436 Kindern, die einen Hort besuchen, sind 829 in einem von der Stadt betriebenen. Bei Tagesmüttern sind 103 Kinder untergebracht, die meisten sind im Alter von
1 bis 3 Jahren (99).

Der Versorgungsgrad liegt bei den Fünfjährigen über 100%, was dadurch erklärbar ist, dass in Kindertagesstätten auch Kinder, die nicht in Klagenfurt ihren Hauptwohnsitz haben, eingeschrieben sind. So besuchten 97 auswärtige Kinder eine Krippe/Krabbelstube (Anteil: 10,2%), 210 einen Kindergarten (Anteil: 7,8%) und 140 einen Hort (Anteil 9,7%). Auch bei den Vierjährigen ist der Versorgungsgrad mit 94,3% recht hoch, bei den Dreijährigen liegt er bei 80,4%.

Anmerkung: Weitere statistische Daten zu diesem Thema finden sich im Kapitel 6 des Statistischen Jahrbuchs der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee.

Bürgerinnen und Bürger werden zu verschiedenen aktuellen Themen befragt, um deren Einschätzungen und Meinungen einzuholen.

Die Umfrage-Ergebnisse dienen sowohl der Politik als auch der Stadtverwaltung als wertvolle Planungs- und Entscheidungshilfe und geben Auskunft darüber, wie die Leistungen der Stadt von der Bevölkerung wahrgenommen und bewertet werden.

In Klagenfurt wird die Zahl der Ankünfte und Nächtigungen monatlich erhoben, zusätzlich findet einmal jährlich die Bestandserhebung (Stichtag 31. Mai) statt, bei der die verfügbare Anzahl an Zimmern und Betten sowie die Art des Betriebes erfasst werden.

2020 war für Klagenfurt, wie auch für Restösterreich, bedingt durch die Corona-Krise herausfordernd. Betriebsschließungen und internationale Einschränkungen im Reiseverkehr ließen die Zahl der Ankünfte bzw. Nächtigungen um 41,6% bzw. 32% sinken. Dies bedeutet um 91.850 Ankünfte bzw. 139.585 Übernachtungen weniger als im Rekordjahr 2019.

Durch die Reisebeschränkungen musste – nach einem Plus von 2,9% (+6.242) im Vorjahr – bei den Ausländernächtigungen ein Rückgang von 48,8% (-108.790) verbucht werden. Bei den Inländer­nächtigungen lag das Minus bei 14,4% (-30.795; 2019: +0,5% bzw. 1.111). Klagenfurt kam damit – verglichen mit anderen Städten – vor allem in den Sommermonaten Juli (-6,6%) und August (+7,6%) sowie im September (‑4,2%) noch relativ gut durch die Krise. Die Zahl der Gästeankünfte lag mit 42.191 bei den Ausländern und mit 86.900 bei den Inländern um 57,3% bzw. 28,8% unter dem Niveau des Vorjahres.

Im 1.Halbjahr 2020 wurden in der Landeshauptstadt mit dem Select Hotel Moser Verdino und dem “ibis Styles Hotel“ zwei Hotels in zentraler Lage eröffnet. Insgesamt standen dem Besucher damit in Klagenfurt im vergangenen Sommer 47 gewerbliche Betriebe (4‑Stern: 12, 3-Stern: 16, 2/1-Stern: 11, Ferienhaus: 8) mit 2.357 Betten, 2 Jugendherbergen (340 Betten), 98 Privatquartiere (492 Betten) und 246 Betten in 11 sonstigen Unterkünften zur Verfügung. Auch ein Campingplatz lädt zum Verweilen ein.

Nicht ganz zwei Drittel der Nächtigungen, insgesamt 190.477 (64,2%), entfielen auf gewerbliche Beherbergungsbetriebe, wobei sechs von zehn Übernachtungen in Hotels der Kategorie 4-Stern (110.458; Anteil an gewerblichen Beherbergungsbetrieben: 58,0%) und rund ein Drittel (61.751; Anteil: 32,4%) in 3-Stern-Betrieben getätigt wurden. Auf die Campingplätze kamen 21,7% aller Nächtigungen, insgesamt 64.409, auf die Privatquartiere 8,6% (25.432) und auf die Jugendherbergen 3,9% (11.622).

Die gewerblichen Beherbergungsbetriebe schlossen 2020 mit einem Nächtigungsminus von ‑34,6% ab, was sich fast durch alle Kategorien zog. Nur die Nächtigungen in gewerblichen Ferienwohnungen, deren Bettenangebot sich aber gegenüber 2019 mehr als verfünffacht hat, nahmen deutlich zu (+152,4%). Bei den Privatquartieren, deren Zahl in den letzten Jahren ständig gewachsen ist, gab es 2020 – nach deutlichen Zuwächsen in den Vorjahren (2019: +11,9%; 2018: +26,3%; 2017: +34,7%; 2016: +25,5%) – mit -24,3% (-8.172) einen starken Rückgang. Der Campingplatz kam mit einem Minus von 7,6% (-5.304) relativ glimpflich durch die Krise, während die Jugendherbergen mehr als die Hälfte ihrer Nächtigungen verloren haben (-59,4% bzw. -17.009), die sonstigen Unterkünfte sogar fast zwei Drittel (-64,9% bzw. -8.539).

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste stieg seit langem erstmals wieder und betrug 2,3 Tage, davon entfielen auf ausländische Gäste 2,7 und auf inländische 2,1 Tage. Am längsten verweilten Urlauber auf Campingplätzen (3,6 Tage).

Sechs von zehn Übernachtungen wurden von einem Inländer (182.647 bzw. 61,6%) getätigt. Das Nächtigungs­auf­kommen der deutschen Gäste, die mit 21,2% an den Gesamt­nächti­gungen das größte Aus­länderkon­tin­gent darstellten, sank gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel (-31,1%) auf 62.823. Bei den Italienern, die mit 2,4% (7.129) an den Gesamt­näch­ti­gun­gen den zweitgrößten Anteil halten, fiel der Rückgang mit -74,5% noch drastischer aus. Die Nächtigungszahl der Holländer (6.421 bzw. 2,2% aller Nächtigungen), die bevorzugt Campingurlaub machen und mit durchschnittlich 4,1 Tagen am längsten blieben, reduzierte sich ebenfalls deutlich (-20,5%).

Statistisches Jahrbuch

Das Statistische Jahrbuch der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee ist ein umfassendes Nachschlagewerk, das eine Vielzahl von statistischen Informationen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen enthält. Es werden die demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen der Stadt beschrieben und Entwicklungen abgebildet. Ein Kapitel ist auch dem Städtevergleich gewidmet.

Das Statistische Jahrbuch ist erstmals 1950 erschienen. Schon im Jahr 1938 wurde mit der Sammlung statistischer Daten begonnen, die jedoch bis zur Beendigung des Krieges in erster Linie kriegswirt­schaftlichen Zwecken und danach bis 1949 zum Großteil der Lebensmittelkartenbewirtschaftung dienten. Dem Bedürfnis der Stadtverwaltung sowie anderen öffentlichen Verwaltungsstellen entsprechend, wurden ab 1949 systematisch Daten gesammelt und statistisch aufbereitet, um als Entscheidungsgrundlage für Planungs-, Gestaltungs- und Verwaltungszwecke dienen zu können.

Ältere Jahrbücher finden Sie weiter unten

 

Zahlenspiegel

Im jährlich erscheinenden Zahlenspiegel werden in kompakter Form die aktuellsten Daten zu Klagenfurt präsentiert. Der Folder bietet einen schnellen statistischen Überblick zu  verschiedensten Bereiche des Klagenfurter Stadtlebens.

 

Abgaben- und Gebührenspiegel

Der Abgaben- und Gebührenspiegel gibt einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Gebühren, Steuern und Tarife.

Gebühren sind Geldleistungen, die als Entgelt für unmittelbar in Anspruch genommene Dienste eingehoben werden (z.B. Ausstellung eines Personalausweises, Müllabfuhr).

Unter Steuern versteht man Geldleistungen, denen keine unmittelbare Gegenleistung gegenübersteht (z.B. Kommunalsteuer). Diese fließen in das allgemeine Budget und dienen zur Finanzierung staatlicher Leistungen. Gebühren und Steuern kann man unter dem Oberbegriff Abgaben zusammenfassen.

Archiv - Bürgerbefragung 2003

Die erste Bürgerbefragung in Klagenfurt (2003) brachte ein hervorragendes Ergebnis für die Stadt. 91 Prozent der Befragten leben gerne oder sehr gerne in Klagenfurt, 80 Prozent sind sehr oder eher zufrieden mit dem Leben in der Kärntner Landeshauptstadt. Und die Lebensqualität wird nach dem Schulnotensystem mit 1,98 bewertet.
Verschickt wurden 5.000 Fragebögen mit 52 Fragen. Die Auswahl der Befragten erfolgte nach Alter, Geschlecht und Wohnort um einen repräsentativen Querschnitt zu erzielen. Geantwortet wurde anonym, der Rücklauf an Fragebögen betrug über 45 Prozent. 

Registerzählung

2011 wurde erstmals eine Registerzählung durchgeführt, die damit die traditionelle Volkszählung mittels Fragebögen abgelöst hat. Die Informationen werden ausschließlich Verwaltungsregistern entnommen. Als Basisregister fungieren das Zentrale Melderegister, das Gebäude- und Wohnungs­register, das Unternehmensregister und das Bildungsstandregister sowie das Register des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger. Hinzu kommen noch die Daten der Schul- und Hochschulstatistik und des Arbeitsmarktservice (Quelle: Statistik Austria).

Die Registerzählung umfasst wie die vorherigen Großzählungen die Volkszählung, die Arbeitsstättenzählung und die Gebäude- und Wohnungszählung. Wichtig für den Finanzausgleich ist die dabei ermittelte Bevölkerungszahl, die Bürgerzahl wiederum dient der Zuordnung der Nationalratsmandate auf die einzelnen Wahlkreise.

Für Klagenfurt am Wörthersee wurde mit Stichtag 31.10.2011 eine Bevölkerungszahl von 94.483 (50.315 Frauen und 44.168 Männer) ausgewiesen und eine Bürgerzahl, das ist die Zahl der Bevölkerung mit österreichischer Staatsbürgerschaft, von 84.133. Seit der letzten Volkszählung im Jahr 2001 gab es somit einen Zuwachs um 4.338 Personen, der sich aus einer positiven Wanderungsbilanz von 5.124 und einem Geburtendefizit von 786 ergibt. Die aktuelle Bevölkerungszahl entnehmen Sie bitte hier

10.350 ausländische Staatsbürger waren zum Stichtag in Klagenfurt gemeldet, was einem Ausländeranteil von 11,0% entspricht. Betrachtet man die Zahl derjenigen, die nicht Österreich als Geburtsland haben, so erhöht sich die Zahl auf 14.462 Personen (15,3%).

98,3% der Klagenfurterinnen und Klagenfurter leben in 47.336 Privathaushalten mit einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 1,96, der Rest lebt in Anstaltshaushalten. In 45,7% der Privathaushalte lebt nur eine Person, in 29,4% zwei Personen und in 13,2% drei Personen. Nicht einmal jeder zehnte Haushalt beherbergt vier Personen (8,2%) und nur rund jeder dreißigste (3,5%) fünf und mehr Personen.

In Klagenfurt leben 25.175 Familien, davon jeweils rund 31% als Ehepaar ohne (7.711) bzw. mit Kind(ern) (7.764). Hinzu kommen 2.406 Lebensgemeinschaften ohne Kind und 1.895 mit Kind(ern). Darüber hinaus gibt es 5.399 Ein-Eltern-Familien (21,4%), wobei der größte Teil davon, nämlich 4.781, Mütter mit ihrem Kind bzw. ihren Kindern sind. 36,2% (9.112) Familien haben ein Kind, 18,5% (4.653) zwei Kinder, 4,1% (1.027) drei Kinder und nur 266 (1,1%) vier und mehr Kinder. Die durchschnittliche Familiengröße liegt bei 2,69, die durchschnittliche Kinderzahl pro Familie mit Kindern bei 1,51.

15,1% der Klagenfurter Bevölkerung über 15 Jahre (81.958) hat einen Abschluss einer Universität, Fachhochschule oder hochschulverwandten Lehranstalt, 17,3% haben eine Matura an einer allgemein- oder berufsbildenden höheren Schule und 29,4% eine abgeschlossene Lehre. Bezogen auf die Bevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren beträgt die Akademikerquote 21,3%.

Rund zwei Drittel (67,5%) der 15- bis 65-Jährigen ist erwerbstätig, bei den Männern liegt der Anteil bei 70,5%, bei den Frauen bei 64,7%. Insgesamt gehen 46.954 Klagenfurterinnen und Klagenfurter einer Erwerbstätigkeit nach. Die allgemeine Erwerbsquote ohne Alterseinschränkung beträgt 50,1%. Neun von zehn Erwerbstätige sind unselbständig beschäftigt, die meisten im Handel (15,3%), im Bereich Erziehung und Unterricht (12,8%) sowie in der öffentlichen Verwaltung (9,9%).

Die Arbeitsstättenzählung weist für Klagenfurt 8.832 Arbeitsstätten mit 71.140 Beschäftigten aus. 35.654 Personen pendeln zu Erwerbszwecken ein, 10.495 aus. 2001 waren es im Vergleich dazu 6.184 Arbeitsstätten mit 63.618 Beschäftigten und 31.280 Ein- bzw. 6.658 Auspendlern.

In der Landeshauptstadt gibt es 57.688 Wohnungen in 17.257 Wohngebäuden. Sechs von zehn Wohngebäuden sind Einfamilienhäuser, insgesamt 10.286. Klagenfurtweit stehen 20.150 Gebäude, die meisten davon sind in Privatbesitz (83,0%).

In 47.304 Wohnungen ist mindestens eine Person mit Hauptwohnsitz gemeldet. 45,6% dieser Hauptwohnsitzwohnungen werden durch die Eigentümerin bzw. den Eigentümer selbst genutzt. 22.573 (47,7%) werden vermietet. Die meisten haben eine Nutzfläche zwischen 60 bis unter 90m² (39,4%) bzw. zwischen 90 bis unter 130m² (25,0%) und 3 bis 5 Räume (69,2%).

Mehr Details bei Statistik Austria

Alle fünf Jahre gibt es in Österreich Nationalratswahenl, Landtagswahlen und die EU-Wahl, alle sechs Jahre Gemeinderats- und Bürgermeisterwahle., Bundespräsidentenwahlen.

Außerdem haben Bürgerinnen und Bürger im Sinne der direkten Demokratie die Möglichkeit  bei Volksabstimmungen, Volksbegehren und Volksbefragungen an politischen Entscheidungen mitzuwriekn.

Die Klagenfurter Wahlergebnisse seit 1945 finden sich in den Überblickstabellen. Ergänzt werden diese durch Wahlanalysen der aktuellsten Wahlen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene, die detailreichere Informationen – auch auf Wahlsprengelebene – mit Text, Grafiken und Karten liefern.

 

Hier finden Sie die Ergebnisse der Wahlen in Klagenfurt

Wirtschaft - Abgestimmte Erwerbsstatistik und Arbeitsstättenzählung

Die Abgestimmte Erwerbsstatistik wird jährlich zum Stichtag 31.10. durch Verknüpfung und Auswertung von Verwaltungs- (z.B. Hauptverband der Sozialversicherungsträger, AMS) und Registerdaten (z.B. Schul- und Hochschulstatistik, Unternehmensregister) von der Statistik Austria erstellt. Sie umfasst Merkmale zur Demographie, Bildung, zu Haushalten und Familien, sowie zur Erwerbstätigkeit und zum Pendeln. Auch die Arbeitsstättenzählung wird seit 2012 jährlich im Zuge der Abgestimmten Erwerbsstatistik durchgeführt. Früher wurden Daten zum Erwerbsstatus oder Bildungsstand der Bevölkerung nur im Rahmen von Volkszählungen erhoben und standen damit nur alle zehn Jahre zur Verfügung. Durch den Umstieg von der klassischen Großzählung (umfasst Volkszählung, Arbeitsstättenzählung, Gebäude- und Wohnungszählung) auf eine Registerzählung wurde die Basis für jährliche Auswertungen geschaffen.

Zum 31.10.2019 gab es 52.322 Erwerbspersonen (2018: 51.932, 2017: 51.592) in Klagenfurt, 25.694 Frauen und 26.628 Männer. Damit waren 51,7% der Klagenfurterinnen und Klagenfurter entweder erwerbstätig (48.202) oder arbeitslos (4.120). Die Erwerbsquote der 15- bis 64-Jährigen lag bei 76,3%, bei den Männern war sie mit 79,4% etwas höher als bei den Frauen mit 73,3%. Die entsprechende Erwerbstätigenquote, d.h. der Anteil der erwerbstätigen 15-bis 64-Jährigen an allen Einwohnerinnen und Einwohnern dieser Altersgruppe, betrug 70,1%. Bei den Männern gingen 7 von 10 (72,7%) und bei den Frauen zwei Drittel (67,7%) einer Beschäftigung nach. Rund jeder Zehnte war selbständig (4.984, 2018: 4.947). Zu den Nicht-Erwerbspersonen zählten 24.062 Personen mit Pensionsbezug, 13.377 Kinder unter 15 Jahren und 4.283 Schülerinnen und Schüler bzw. Studierende, sowie 7.176 sonstige Nicht-Erwerbspersonen (z.B. im Haushalt Tätige oder von Kapitaleinkünften lebende Personen).

Die meisten Personen waren im Handel (7.333 bzw. 15,2%), im Bereich Erziehung und Unterricht (5.825 bzw. 12,1%) und im Gesundheits- und Sozialwesen (4.592 bzw. 9,5%) beschäftigt, gefolgt von der Herstellung von Waren (4.259 bzw. 8,8%) und der Öffentlichen Verwaltung (4.256 bzw. 8,8%).

In Klagenfurt waren Ende Oktober 2019 insgesamt 70.110 Personen in 9.969 Arbeitsstätten (2018: 70.196 bzw. 9.938) beschäftigt, wovon 35.418 in die Landeshauptstadt einpendelten, während 12.614 Klagenfurterinnen und Klagenfurt außerhalb der Stadt ihrer Arbeit nachgingen (2018: 35.563 bzw. 12.117). Aus den Gemeinden von Klagenfurt Land pendelten 13.106, aus dem Bezirk St. Veit an der Glan 4.519 und aus dem Bezirk Völkermarkt 4.060 Personen nach Klagenfurt. Von den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern arbeiteten 3.000 im Bezirk Klagenfurt Land, 1.697 in Villach Stadt und 1.605 im Bezirk St. Veit an der Glan. Der Index des Pendlersaldos betrug 148,2, d.h. es gab um die Hälfte mehr Arbeitsplätze als in Klagenfurt wohnhafte Erwerbstätige.

Berücksichtigt man auch die temporär von der Arbeit abwesenden Personen (Personen in Mutterschutz, Eltern-, Bildungs- und Familienhospizkarenz, Waffen- oder Kaderübung des Bundesheeres und längerem Krankenstand) sowie Beschäftigungsverhältnisse von Personen, die keinen Hauptwohnsitz in Österreich haben, so gab es in Klagenfurt 2019 insgesamt 74.333 Beschäftigte (2018: 73.952).