Aktuelles aus dem Stadtsenat

Nachdem der Gemeinderat in der letzten Woche das Budget beschlossen hat, befasste

sich der Stadtsenat heute vor allem mit operativen Umsetzungsbeschlüssen. Diese

beinhalteten vielfach die Auszahlung von wichtigen Subventionen und finanziellen

Hilfestellungen.


Sozialleistungen

Sozialreferent Bürgermeister Christian Scheider brachte unter anderem einen Sammelantrag zur Unterstützung von sozialen Vereinen und Betrieben mit einer Gesamthöhe von rund 180.000 Euro zur Beschlussfassung. An die 20 Hilfsorganisationen erhalten damit die dringend erwartete finanzielle Unterstützung seitens der Stadt.
Darüber hinaus erhielt auch das Klagenfurter Schulstartgeld 2026 grünes Licht. Dieses unterstützt in Klagenfurt lebende Familien bzw. Gemeindebürgerinnen und Bürger bei der Bekämpfung der Kinderarmut. Das Schulstartgeld ist eine finanzielle Hilfestellung beim Kauf von Schulartikeln und Bekleidung und wird im Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober 2026 verfügbar sein.
Ebenfalls beschlossen wurde die Wiederauflage des Klagenfurter Sozialfonds für das Jahr 2026 in der Höhe von 100.000 Euro. Mit dem Sozialfonds wird in akuten Fällen in Not geratenen Klagenfurterinnen und Klagenfurtern, rasch und unbürokratisch geholfen. Solche Notsituationen passieren oft unerwartet, beispielsweise durch Arbeitslosigkeit, schwere Krankheiten, Unfälle oder Todesfälle entstehen. Eine weitere Beschlussfassung erfolgte zur Fortführung des „Klagenfurter Willkommenspaketes“. Damit wird sichergestellt, dass Klagenfurterinnen und Klagenfurter bei der Geburt eines Kindes unter bestimmten Kriterien eine finanzielle Unterstützung erhalten. Die Unterstützungshöhe beläuft sich auf 70 Euro pro Antragsstellung. 
Der Hilfsfonds des Bürgermeisters ist eine weitere Möglichkeit Bürgerinnen und Bürgern rasch und unbürokratisch zu helfen. Auch dieser wurde heute für das Jahr 2026 beschlossen. 
Nicht zuletzt wird es nun auch wieder den „Sozialen Taxitarif“ geben. Vielen Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar. Sie sind überwiegend auf das Taxi angewiesen. Dadurch entstehen jedoch beträchtliche Mehrkosten. Um diese zumindest teilweise auszugleichen, gibt es seit mehreren Jahren diese Aktion.

Schulen und Wissenschaft

Wissenschaftsreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch befasst den Stadtsenat mit Anträgen zur Auszahlung mehrerer Forschungsförderungen, wie unter anderem für das Projekt „City meets nature“, der IESO-Internationalen Erdwissenschaftsolympiade 2026, dem Internationalen MINT-Wettbewerb für Schülerinnen der Sekundarstufe, dem Smart Environment Nature 2000 Living Lab, der Karl Popper Foundation, dem Lakeside Lab und auch der Forschungsförderungen der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. 

Kulturförderungen 

Die Beschlussfassung für einen Sammelantrag zur Förderung von Kulturvereinen und Kulturinitiativen mit einer Gesamthöhe von insgesamt 686.100 Euro erwirkte Kulturreferent Mag. Franz Petritz. Damit wird seitens der Stadt ein deutliches Zeichen zur Stärkung der Kultur gesetzt. An die 100 Vereine erhalten damit in Kürze die oft dringend benötigte Subvention der Stadt Klagenfurt. Der Bogen, welcher dabei kulturell gespannt wird, ist äußerst weit und umfasst unter anderem Kulturförderungen in den Bereichen Musikpflege, Bildende Kunst, Schrifttum und Sprache.
Ebenso erwirkte Kulturreferent Mag. Franz Petritz heute die Beschlussfassung für die jährlich wiederkehrende Vergabe von Preisen und Stipendien in verschiedenen Sparten des Kulturlebens. Konkret wurde heute das Stipendium Paris 2026, der Gustav Mahler Kompositionspreis und der Anerkennungspreis 2026 beschlossen. 

Sportförderungen 

Mehrere Unterstützungsanträge für Klagenfurter Sportvereine brachte Sportreferentin DI Contance Mochar zur Beschlussfassung. Darunter unter anderem der Antrag zur Ausbezahlung der Grundsubvention an rund 70 Klagenfurter Sportvereine mit einer Gesamthöhe von 299.000 Euro. Auch dies ist dringend benötigtes Geld für die zahlreichen Vereine, unter anderem zur Aufrechterhaltung der sportlichen Nachwuchsarbeit. 

Innenstadtbelebung 

Wirtschaftsreferent Julian Geier erhielt unter anderem die Beschlussfassung für finanzielle Unterstützungen für die Abhaltung von Veranstaltungen in der Innenstadt. Darunter beispielsweise die vom Klagenfurt Marketing organisierte Initiative „Klamour im Oktober“. Bei dieser beteiligen sich rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie schaffen in der Innenstadt vielfältige Erlebnisse rund um die Themen Mode, Beauty, Lifestyle, Health und Kulinarik. Auch dieses Jahr dürfen sich die Besucherinnen und Besucher wieder über ein besonders abwechslungsreiches Programm aus Workshops, Beratungsangebote, Vorträgen sowie exklusiven Shopping Nights freuen. 

Modernisierung des KMG-Ticketsystems 

ÖPNV Referentin Sandra Wassermann BA, berichtete heute im Stadtsenat über die geplante Modernisierung des Ticketsystems in den städtischen Bussen der Klagenfurt Mobil Gesellschaft (KMG). Nach wie vor werden viele Tickets direkt beim Buslenker bzw. der Buslenkerin gekauft. Dies ist jedoch zeitintensiv, führt zu längeren Haltezeiten, verursacht hohe administrative Kosten und ist nicht zuletzt auch oftmals umständliche für die Fahrgäste. Daher wird seitens der KMG ein neues „Account Based Ticketing” erarbeitet. Mit dem neuen System soll es künftig leichter und rascher möglich sein, Tickets bargeldlos zu kaufen. Die Vorteile dafür liegen auf der Hand. Busbenutzende können künftig noch rascher und bequemer Bustickets, beispielsweise bargeldlos mit einer Debitkarte kaufen, was zu einer Verbesserung der Dienstleistungsqualität führt. Aus betrieblicher Sicht reduziert sich der administrative Aufwand für die Buslenkerinnen und Buslenker, was sich wiederum unter anderem auf kürzere Haltezeiten positiv auswirkt. 
Ein Ticketkauf mit Bargeld beim Buslenker soll jedoch weiterhin möglich bleiben. Dies ist der ÖPNV Referentin, sowie dem gesamten Stadtsenat ein wichtiges Anliegen. Mit dem Start einer Pilotphase soll noch im Herbst begonnen werden. 

Fixe Terrorsperren am Neuen Platz 

Um künftig Veranstaltungen am Neuen Platz noch sicherer zu machen, werden 24 Stück, fest am Boden verankerter Betonbänke installiert. Dies wird auf Antrag von Bürgermeister Christian Scheider umgesetzt. Es sind dies schwere Betonelemente, welche auch als Sitzbänke genutzt werden können. Diese Lösung erfüllt somit zwei wesentliche Aufgaben: Einerseits stellen sie eine willkommene Aufenthaltsmöglichkeit dar und sind andererseits auch sehr effiziente Schutzelemente. Die Ausarbeitung dieser Lösung erfolgte in beispielhafter Zusammenarbeit der Abteilungen Stadtplanung, Straßenbau und Verkehr, Stadtgarten, Rechnungswesen, Finanzen und der Abteilung Klima- und Umweltschutz. Auch ist diese Schutzmaßnahme mit der Landespolizeidirektion abgestimmt. 

Förderungen der Gemeinderatsparteien 

Auf Basis des vom Gemeinderat beschlossenen Budgets folgte heute auch im Stadtsenat die Beschlussfassung für die diesjährige Förderung der Gemeinderatsparteien. Die Gesamtsumme der Förderung für alle im Gemeinderat vertretenen Parteien beträgt 386.800 Euro.