Ausnahmekünstler Reimo Wukounig gestorben
Er zählt zu den anerkanntesten und beeindruckendsten Künstlern Kärntens, war ein Stiller, der das Rampenlicht gescheut hat. In seiner künstlerischen Arbeit war Wukounig ein beständiger Widerständiger, im Hinterfragen und Infragestellen der Welt und der eigenen Arbeit lag für ihn das Wesentliche. Geprägt war sein Schaffen von bitteren Lebenserfahrungen, die er schon als junger Mensch in damaligen Erziehungsanstalten Klagenfurt-Harbach und Görtschach machen musste.
Zu seinem 80. Geburtstag hat die Stadt Klagenfurt den mehrfach ausgezeichneten Künstler mit einer Einzelausstellung in der Alpen-Adria-Galerie gewürdigt. Kulturreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz zeigt sich tief betroffen vom Tod Reimo Wukounigs und erinnert sich „an eine außergewöhnliche Persönlichkeit und gleichsam beeindruckende wie nahegehende Werke, die ich im Rahmen der Präsentation kennenlernen durfte.“
Reimo Wukounig wurde 1943 in Klagenfurt geboren, wuchs in Jugendheimen auf und besuchte von 1958 bis 1962 die Kunstschule in Graz, wo er Freskomalerei bei Prof. Spohn studierte. Anschließend studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Meisterklasse Sergius Pauser, die er 1967 abschloss. 1969 hatte er seine erste bedeutende Ausstellung in der Wiener Sezession und 1971 im Forum Stadt5park in Graz.
1976 war er einer der Vertreter Österreichs bei der 37. Biennale in Venedig.
Wukounig lebte und arbeitete in Wien.
