Bund-Pionierstadt-Gespräch zur Zukunft der österreichischen Städte

Urbane Innovation im Fokus: Bei einem "High-Level-Austausch" zwischen Bund und Pionierstädten in Wien nahm auch eine Delegation aus Klagenfurt teil.

An dem Pionierstadtgespräch in Wien nahm auch die Stadt Klagenfurt mit Klima- und Umweltschutzreferent Vizebürgermeister Patrick Jonke und Dr. Wolfgang Hafner (Leiter Abt. Klima- und Umweltschutz) teil (Bildmitte).

An dem Pionierstadtgespräch in Wien nahm auch die Stadt Klagenfurt mit Klima- und Umweltschutzreferent Vizebürgermeister Patrick Jonke und Dr. Wolfgang Hafner (Leiter Abt. Klima- und Umweltschutz) teil (Bildmitte). Foto: Blauensteiner, ÖGUT / BMIMI

Städten und Gemeinden kommt auf dem Weg zur Klimaneutralität eine Schlüsselrolle zu: Rund 80 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs entfallen auf urbane Räume, zugleich entstehen dort etwa drei Viertel der globalen CO₂-Emissionen. Mit der Mission „Klimaneutrale Stadt“ unterstützen das Innovationsministerium (BMIMI) und der Klima- und Energiefonds österreichische Städte dabei, ihre Zukunft aktiv zu gestalten. 

Die Initiative fördert technische, sozial-ökologische und wirtschaftliche Innovationen, die Städte im Transformationsprozess hin zur Klimaneutralität und zur Anpassung an den Klimawandel entscheidend voranbringen. Die zehn österreichischen Pioniergroßstädte stehen dabei im Zentrum dieser Entwicklung: Sie repräsentieren die Interessen und Bedürfnisse von mehr als einem Drittel der österreichischen Bevölkerung und entwickeln Lösungen, von denen langfristig alle Städte und Gemeinden profitieren können. 

“Besonders stolz sind wir auf die Aktivitäten in unserem lokalen Klimaschutznetzwerk im Smart Climate Lab. Wir haben bereits mit über 40 Unternehmen Klimaschutzverträge abgeschlossen. Ein klares Bekenntnis, für einen lebenswerten und nachhaltigen Wirtschaftsstandort Klagenfurt.”
Klima- und Umweltschutzreferent Vizebürgermeister Patrick Jonke

Beim gestrigen Bund-Pionierstadt-Gespräch kamen die politischen Vertreter:innen der zehn österreichischen Pioniergroßstädte mit Sektionschefin Henriette Spyra, Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, zusammen. Ziel des Treffens ist ein Austausch auf höchster Ebene zwischen Bund und Städten über zentrale Rahmenbedingungen, konkrete Herausforderungen und umsetzungsorientierte Lösungen für die nachhaltige Entwicklung der österreichischen Städte. 

Im Mittelpunkt standen Themen wie klimaneutrale Energieversorgung und Mobilität, regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit sowie Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, um die Lebensqualität in den Städten langfristig zu sichern und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. Ein wesentliches Element des Treffens war auch der Austausch der Städte untereinander: Die Pionierstädte teilten Erfahrungen aus ihren Projekten, lernten voneinander und entwickelten gemeinsam Lösungen, die auch anderen Gemeinden zugutekommen können. 

“Unsere Städte sind zentrale Partner auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die aktuellen Krisen zeigen erneut, wie wichtig eine sichere und unabhängige Energieversorgung ist. Die Pionierstädte leisten hier Pionierarbeit: Sie setzen auf erneuerbare Energie, stärken regionale Wertschöpfung und machen ihre Städte widerstandsfähiger gegenüber globalen Entwicklungen. Daher ist mir der Austausch wichtig. Das Bund-Pionierstadt-Gespräch schafft Raum für direkte Gespräche auf Augenhöhe: zwischen Bund und Städten, aber auch zwischen den Städten selbst. Denn viele Lösungen entstehen dort, wo Städte voneinander lernen und gemeinsam neue Wege gehen.”
Innovationsminister Peter Hanke

Pionierstädte setzen neue Standards

Die zehn österreichischen Städte Wien, Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg, Klagenfurt, Villach, St. Pölten, Dornbirn und Wiener Neustadt haben eine Partnerschaft mit dem BMIMI geschlossen. Als Pionierstädte richten sie ihre Verwaltungsstrukturen konsequent auf Klimaneutralität aus, bauen Kapazitäten für die Umsetzung auf, entwickeln klimafitte Stadtquartiere und schaffen Lernumgebungen, von denen andere Gemeinden profitieren können. 

Die innovativen Umsetzungsmaßnahmen in den Pioniergroßstädten setzen neue Standards und erhöhen so die lokale Innovationskraft, treiben technologische Entwicklung voran und sichern somit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich. Gleichzeitig reduzieren sie ihre Abhängigkeit von Importen fossiler Energie, von Gütern und Rohstoffen, schaffen Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Branchen und steigern die heimische Wertschöpfung. Damit sichern sie Wohlstand und Investitionen im Inland – heute und für kommende Generationen. Die Forschungs- und Entwicklungsprogramme des Bundes spielen dabei bereits jetzt eine zentrale Rolle. 

Bund-Pionierstadt-Gespräch: Kooperation stärken – Austausch fördern 

Das Bund-Pionierstadt-Gespräch dient in diesem Kontext als wirkungsvolles Instrument zur strategischen Weiterentwicklung urbaner Innovation auf höchster Entscheidungsebene. Das exklusive High-Level-Format bietet Bürgermeister:innen, Vizebürgermeister:innen sowie Stadträt:innen der Pionierstädte die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Sektionschefin Henriette Spyra, Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, sowie zuständigen Fachreferent:innen. Im Mittelpunkt stehen die partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie die konkreten Bedarfe und Anliegen der Städte auf dem Weg zur Erreichung der Pionierstadtziele. Ergänzend zum persönlichen Austausch wird ein auf Fachebene erarbeitetes Positionspapier der Städte an den Bund übergeben, das zentrale Anliegen bündelt. 

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen zur Mission „Klimaneutrale Stadt“: https://klimaneutralestadt.at/de/mission/ 

Detailinformationen zu den teilnehmenden Städten: https://klimaneutralestadt.at/de/initiativen/pionierstaedte/

Informationen zu Pionier-Kleinstädten: www.orte-von-morgen.at 

Chat