Eine Personenrettung pro Tag - Klagenfurts Feuerwehren ziehen Bilanz
v.l.n.r. Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Franz Socher, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Gerhard Egger, Feuerwehrreferent Bürgermeister Christian Scheider, Branddirektor DI Herbert Schifferl (Leiter Abteilung Feuerwehr) und Branddirektor-Stellvertreter Wolfgang Germ bei der Pressekonferenz der Berufsfeuerwehr Klagenfurt. Foto: StadtKommunikation/Zechner
Montagvormittag präsentierten Feuerwehrreferent Bürgermeister Christian Scheider, Branddirektor DI Herbert Schifferl (Leiter Abteilung Feuerwehr), Branddirektor-Stellvertreter Wolfgang Germ, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Gerhard Egger und Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Franz Socher die Bilanz der Berufsfeuerwehr Klagenfurt sowie der Freiwilligen Feuerwehren.
„Seit 2001 bin ich Feuerwehrreferent. In dieser Zeit hat sich sehr viel verändert, vor allem die Herausforderungen, mit denen die Feuerwehr konfrontiert ist. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren haben sich sehr stark weiterentwickelt. Ich bedanke mich für diesen unermüdlichen Einsatz im Dienste unserer Bevölkerung.“
Feuerwehrreferent Bürgermeister Christian Scheider
1.077 Brandeinsätze und 1.416 technische Einsätze mit 14.230 Gesamtstunden bei Einsätzen verzeichnete die BF Klagenfurt im letzten Jahr. Im Durchschnitt rückt die BF täglich zu sieben Einsätzen aus. Zu den technischen Einsätzen zählen u.a. Wohnungs- und Aufzugsöffnungen, Unwettereinsätze sowie Verkehrsunfälle. Auffallend war die Zunahme der Tauch- und Wasserdiensteinsätze, die um ca. 27 Prozent gestiegen sind. 272 Personen sind 2025 gerettet worden, hochgerechnet entspricht das einer geretteten Person am Tag! Auch Tierrettungen zählen zu den Einsatzbereichen der BF Klagenfurt. Sie ist die effizienteste Tierrettung in Kärnten.
„Als Leiter der Abteilung Feuerwehr bin ich sehr stolz auf die Arbeit, die die Kollegen der Berufsfeuerwehr Klagenfurt leisten. Die hohe Anzahlt an Einsätzen und Einsatzstunden zeigt einmal mehr, wie wichtig die BF für Klagenfurt und darüber hinaus ist.“
Branddirektor DI Herbert Schifferl
Der Vorbeugende Brandschutz verzeichnete 5.923 Sachverständigen-Tätigkeiten, 1.003 Feuerpolizei Sachverständigen-Tätigkeiten, 1.520 Feuerpolizei Verwaltungstätigkeiten und 632 behördliche Tätigkeiten. Mit den BF 01 und BF 02-Drohnen ist die Feuerwehr 24/7 einsatzbereit und unterstützt u.a. bei Wohnungsöffnungen, Personensuch und Waldbränden. Auch bei einem Blackout ist die BF Klagenfurt mit vier Notstromaggregaten sowie geschultem Personal einwandfrei ausgerüstet.
„Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt ist im Ernstfall hervorragend ausgerüstet. Auch die Kollegen sind durch tägliche Schulungen immer bestens vorbereitet. Schaut man sich die Statistik an, dass durchschnittlich eine Person am Tag gerettet wird, merkt man, wie wichtig und unverzichtbar die Feuerwehr ist.“
Branddirektor-Stellvertreter Wolfgang Germ
Die zehn Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Klagenfurt Stadt blicken ebenfalls auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. 452 Einsätze, davon 257 Brandausrückungen und 195 Hilfeleistungen, mit insgesamt 4.449 Stunden sind absolviert worden. Für u.a. Übungen, Ausbildungen und Schulungen, technische Dienste sind bei einer Gesamtsumme von 2.256 Aktivitäten unglaubliche 50.729 Stunden ehrenamtlich erbracht worden.
„Unsere Freiwilligen Feuerwehren mitsamt der Jugendfeuerwehren leisten großartige Arbeit. Die Mitgliederentwicklung zeigt sich positiv, was für den Fortbestand der Freiwilligen unumgänglich ist.“
Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Gerhard Egger
Neun der zehn Freiwilligen Feuerwehren haben eine Feuerwehrjugend. Die Entwicklung zeigt sich durchwegs positiv. Der Mitgliederstand beläuft sich auf 166 Mitglieder, davon 56 Jungkameradinnen und 110 Jungkameraden. Bei 319 Tätigkeiten sind insgesamt beachtliche 13.263 Stunden von den Jungkameradinnen, -kameraden sowie Betreuerinnen und Betreuern aufgewendet worden. „Die neun Jugendfeuerwehren samt ihren Betreuerinnen und Betreuern sind ein unglaublich wichtiger und nicht wegzudenkender Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehren. Die stolze Anzahl von 166 Jugendmitglieder zeigt zudem das große Interesse an der ehrenamtlichen Arbeit im Bereich der Feuerwehr“, ergänzt Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Franz Socher.
