Feuerwehr Klagenfurt erarbeitet Maßnahmenkatalog

Beim Kärntner Landesfeuerwehrverband fand die Vorstellung der Bearbeitung des Maßnahmenkatalogs der Feuerwehr Klagenfurt statt. Im Fokus stehen klare Zuständigkeiten, eine funktionierende Einsatzorganisation sowie die nachhaltige Verbesserung der Zusammenarbeit.

V.l.n.r. Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter BR Daniel Kohla, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Franz Socher, Feuerwehrreferent Bürgermeister Christian Scheider, Landesfeuerwehrkommandant Ing. Rudolf Robin, Branddirektor DI Herbert Schifferl und Branddirektor-Stellvertreter Wolfgang Germ. Foto: Büro Bürgermeister

V.l.n.r. Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter BR Daniel Kohla, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Franz Socher, Feuerwehrreferent Bürgermeister Christian Scheider, Landesfeuerwehrkommandant Ing. Rudolf Robin, Branddirektor DI Herbert Schifferl und Branddirektor-Stellvertreter Wolfgang Germ. Foto: Büro Bürgermeister

Im Rahmen dieses Termins sind der aktuelle Bearbeitungsstand, bereits gesetzte Maßnahmen sowie die weiteren Umsetzungsschritte umfassend präsentiert worden. Ziel des Treffens war es, eine gemeinsame und faktenbasierte Grundlage für die weiteren Entscheidungen im laufenden Prozess zu schaffen. Gleichzeitig diente der Termin dazu, Transparenz zu fördern, eine abgestimmte Sichtweise aller Beteiligten zu erreichen und die Grundlage für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Feuerwehrstruktur in Klagenfurt zu legen.

„Als Bürgermeister und Feuerwehrreferent von Klagenfurt begrüße ich diesen Maßnahmenkatalog des Landesfeuerwehrverbandes sehr. Die Stadt sichert vollste Unterstützung für die Umsetzung zu. Wir arbeiten hier Schulter an Schulter zusammen. Persönliche Befindlichkeiten dürfen künftig keinen Platz mehr haben.“
Feuerwehrreferent Bürgermeister Christian Scheider

„Ehrenamt erfordert Kameradschaft und Verantwortungsbewusstsein – Werte, die gleichermaßen für die Freiwillige Feuerwehr wie für die Berufsfeuerwehr gelten. Nur ein strukturierter und transparenter Prozess kann zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Feuerwehr Klagenfurt beitragen.“
Landesfeuerwehrkommandant Ing. Rudolf Robin

„Einsparungsgedanken dürfen nicht dazu führen, dass das System aus Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr zu bröckeln beginnt und schlussendlich zu einer Verschlechterung in punkto Sicherheit für die Bevölkerung führt. Oberstes Ziel ist es, weiterhin eine rasche Hilfeleistung für die Bevölkerung sicherzustellen."
Branddirektor DI Herbert Schifferl

„Die Sicherheit der Klagenfurter Bevölkerung steht für uns an erster Stelle. Die Freiwilligen Feuerwehren und die Berufsfeuerwehr arbeiten partnerschaftlich an einer gemeinsamen Zukunft. Mit den nun vorgestellten Maßnahmen stärken wir die Zusammenarbeit, schaffen klare Strukturen und stellen sicher, dass Hilfe auch künftig rasch und zuverlässig dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“
Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Franz Socher

Die Bearbeitung des Maßnahmenkatalogs erfolgt als strukturierter und moderierter Gesamtprozess unter Einbindung aller relevanten Akteure. Ausgangspunkt bildet die Analyse der bestehenden organisatorischen und operativen Herausforderungen, insbesondere im Zusammenspiel zwischen Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren. Die Moderation erfolgt durch die Geschäftsstelle des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes unter Einbezug von einschlägigen Fachexperten des Leitstellenverbundes Kärnten. 

Ziel ist es, eine leistungsfähige, rechtlich fundierte und zukunftsorientierte Feuerwehrstruktur für Klagenfurt sicherzustellen. Den laufenden Prozess soll eine Steuerungsgruppe bestehend aus Feuerwehrreferent Bürgermeister Christian Scheider, Landesfeuerwehrkommandant FVPräs Ing. Rudolf Robin, Branddirektor DI Herbert Schifferl, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Franz Socher sowie Vertretern des Kärntner Landesfeuerwehrverband/ Leitstellenverbundes Kärnten begleiten, um die effektive Umsetzung der definierten Maßnahmen sicherzustellen und gegebenenfalls Kurskorrekturen einzuleiten. 

Insbesondere folgende Handlungsfelder sind behandelt worden:

  • Weiterentwicklung der Einsatzorganisation mit klarer Rollenverteilung
  • Optimierung der Alarmierungs- und Einsatzlogik
  • Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr und 
    Freiwilliger Feuerwehr
  • Einführung abgestimmter Kommunikationsstrukturen und einheitlicher Sprachregelungen
  • Umsetzung kurzfristiger sowie langfristiger Maßnahmen mit klar definierten Verantwortlichkeiten

Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer koordinierten Vorgehensweise, einer verbindlichen Umsetzung und einer laufenden Evaluierung der gesetzten Maßnahmen, um nachhaltige Verbesserungen sicherzustellen.

Als unmittelbare Schritte wurden dabei per 15. Juni 2026 der Entfall der Hilfsfrist und die Abschaffung des etablierten Bereitschaftsdienstes vorgestellt. Zukünftig erfolgt die anlassbezogene Einsatzalarmierung der Freiwilligen Feuerwehren in der Landeshauptstadt, analog der gängigen Praxis im Land Kärnten. Wichtig ist zu betonen, dass die Qualität des Sicherheitsniveaus durch die gesetzten Maßnahmen in Klagenfurt nicht leidet. 

Ein zentrales Element des Prozesses ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Durch regelmäßige Abstimmungen und eine transparente Kommunikation soll das Vertrauen gestärkt und eine gemeinsame Grundlage für zukünftige Entwicklungen geschaffen werden. 

Hervorzuheben ist, dass der gemeinsame Weg von Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr, also von beiden Seiten mitgetragen wird.

Anwesend waren die Kommandanten und deren Stellvertreter der zehn Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Klagenfurt sowie weitere Zugskommandanten. Seitens der Berufsfeuerwehr Klagenfurt waren die Branddirektion, Bereitschaftsoffiziere und Zugskommandanten vertreten. Bürgermeister Christian Scheider, Landesfeuerwehrkommandant FVPräs Ing. Rudolf Robin, Branddirektor DI Herbert Schifferl, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Franz Socher, sowie Magistratsdirektorin Mag.a Isabella Jandl wohnten dem Treffen ebenfalls bei. 

Der Maßnahmenkatalog wird in den kommenden Monaten schrittweise weiter umgesetzt und laufend evaluiert. Ziel ist eine nachhaltig, abgestimmte Feuerwehrorganisation, die den Anforderungen der Bevölkerung bestmöglich entspricht und eine effiziente Einsatzabwicklung gewährleistet.

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