Gelebte Menschlichkeit: 20 Jahre Jugendnotschlafstelle in Klagenfurt

Die JUNO feierte gestern im Festsaal der Arbeiterkammer ihr 20-jähriges Jubiläum. Ein Anlass, um auf zwei Jahrzehnte Jugend- und Sozialarbeit zurück zu blicken.

Bürgermeister Christian Scheider mit JUNO-Leiter Wolfgang Schmölzer und Kollegin Mara Lesjak bei der Übergabe des Sozialpreises. Foto: Hude

Bürgermeister Christian Scheider mit JUNO-Leiter Wolfgang Schmölzer und Kollegin Mara Lesjak bei der Übergabe des Sozialpreises. Foto: Hude

Ein warmes Bett, eine Dusche und eine vollwertige Mahlzeit sind nicht für jeden selbstverständlich. Leider sind auch in Klagenfurt Jugendliche von Wohnungs- bzw. Obdachlosigkeit betroffen. Ihnen fehlen ein stabiles familiäres Umfeld und oft jegliche Aussicht auf eine positive Zukunft. Die JUNO bietet diesen jungen Menschen einen sicheren Ort, Unterstützung und neue Perspektiven – und das seit 20 Jahren! Die Einrichtung begleitet junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen und leistet damit einen unverzichtbaren sozialen Beitrag in der Landeshauptstadt. 

Das Jubiläum wurde in der Arbeiterkammer gefeiert. Dabei wurde die JUNO für ihr langjähriges und wertvolles Engagement mit dem Sozialpreis der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet. 

„Die JUNO ist seit 20 Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Jugendliche ohne Dach über dem Kopf. Mit großem Engagement, professioneller Unterstützung und Empathie gibt das Team den jungen Menschen Halt und Perspektiven. Der Sozialpreis ist unsere Anerkennung und unser Danke für diese wertvolle Arbeit."
Sozialreferent Bürgermeister Christian Scheider

Scheider betonte außerdem, dass die Jugendnotschlafstelle weit mehr als ein Ort ist, an dem junge Menschen ein Dach über dem Kopf finden. Sie sei ein sicherer Hafen in Zeiten, in denen vieles unsicher ist. Sie bietet Schutz, Wärme, ein offenes Ohr und die Gewissheit, nicht alleine zu sein. 

„20 Jahre Jugendnotschlafstelle Klagenfurt, das sind zwei Jahrzehnte gelebter Menschlichkeit, Solidarität und Verantwortung für junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen."
Bürgermeister Christian Scheider

Hinter der JUNO steht der Verein JUST (Jugendsozialarbeit Today). Im Jahr 2006 entstand die Jugendnotschlafstelle aus einem Projekt der Fachhochschule Kärnten mit dem Ziel, Jugendliche aufzufangen, sie am Weg zurück in Beruf, Schule und auch Familie zu unterstützen.