Gleichenfeier bei neuer Justizanstalt Klagenfurt

Bis Ende 2027 entsteht in der Josef-Sablatnig-Straße eines der modernsten, klimafreundlichsten Justizgebäude Österreichs. Investiert werden rund 170 Millionen Euro.

Bürgermeister Christian Scheider, Landtagsabgeordnete Ruth Feistritzer, BIG Geschäftsführer DI Gerald Beck, Justizministerin Dr. Anna Sporrer, PORR Geschäftsführer Ing. Karl-Heinz Strauss und Landtagsabgeordneter Mag. Markus Malle bei der Übergabe des symbolischen Gleichengeldschecks an den Polier der Baufirma.

Bürgermeister Christian Scheider, Landtagsabgeordnete Ruth Feistritzer, BIG Geschäftsführer DI Gerald Beck, Justizministerin Dr. Anna Sporrer, PORR Geschäftsführer Ing. Karl-Heinz Strauss und Landtagsabgeordneter Mag. Markus Malle bei der Übergabe des symbolischen Gleichengeldschecks an den Polier der Baufirma. Foto: StadtKommunikation/Spatzek

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) errichtet im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz bis Ende 2027 eine der modernsten und klimafreundlichsten Justizanstalten in Österreich. Der Rohbau ist nun fertiggestellt und die Dachkonstruktion errichtet. Am Freitag lud die BIG zur Gleichenfeier auf der Baustelle. Gekommen sind zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie die fleißigen Bauarbeiter als die wichtigsten Protagonisten. 

„Die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Justizanstalt Klagenfurt war notwendig und nur durch die Kraft vieler Partner möglich. Das Bedürfnis an Sicherheit ist in der Bevölkerung groß, daher braucht es auch moderne Infrastruktur wie die neue Justizanstalt. Erfreulich ist, dass ein Großteil der Wertschöpfung dieses wichtigen Projekts in Kärnten bleibt.“
Bürgermeister Christian Scheider

Das neue Justizgebäude auf dem 80.000 m² großen Grundstück neben dem Flughafen ist sternenförmig angelegt. Es bietet mit einer Nettoraumfläche von rund 24.400 m² Platz für 425 Insassen in Einzel- und Zweierzellen. 

„Die neue Justizanstalt Klagenfurt ist ein hochkomplexer Bau, der viele Anforderungen erfüllen muss. Mit diesem Leuchtturmprojekt investieren wir in die Zukunft und die Sicherheit der Bürger.“
Bundesjustizministerin Dr. Anna Sporrer

Durch die Sternenform ergibt sich eine homogene Struktur, die eine flexible Anordnung der unterschiedlichen Haftabteilungen ermöglicht. Im vorgesehenen Werkstättentrakt können die Insassen handwerklichen Tätigkeiten nachgehen. Das soll bei der Wiedereingliederung in Gesellschaft und Arbeitsmarkt unterstützen. Die Errichtungskosten für den Neubau in der Josef-Sablatnig-Straße liegen bei rund 170 Millionen Euro. Baubeginn war im Oktober 2024. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant. Mit dem Neubau sollen sich sowohl der Strafvollzug als auch die Arbeitsbedingungen des Justizwachepersonals deutlich verbessern.

Auf Klimafreundlichkeit wurde beim Justizgebäude ein besonderes Augenmerk gelegt. Die Massivbauweise reduziert den Heiz- und Kühlbedarf. Für die nachhaltige Energieversorgung wurden 15 Kilometer an Tiefenbohrungen durchgeführt. So kann 75 Prozent der benötigten Energie selbst produziert werden. Der Rest wird über die Fernwärme abgedeckt. 

Energieeffiziente Beleuchtungssysteme und Wasserspareinrichtungen sorgen für eine ressourcenschonende Betriebsführung. Die Lüftungsanlagen sind mit einer Wärmerückgewinnung ausgeführt. Auf dem Dach und auf Freiflächen entstehen Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt rund 750 kWp. 140 Bauarbeiter und 14 Gewerke waren bisher an den Bauarbeiten beteiligt, die alle unfallfrei über die Bühne gingen.

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