Jährliches Gedenken am Loiblpass
Jedes Jahr lädt das Mauthausen Komitee Kärnten Koroška zur Gedenkveranstaltung und traditionellen Kranzniederlegung am Loiblpass ein. Sie ist seit vielen Jahren ein Treffpunkt für Dialog und gemeinsames Erinnern, um der Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes zu gedenken und die historische Verantwortung wachzuhalten. Die unmenschlichen Bedingungen, unter denen Häftlinge beim Bau des Loibl-Tunnels zur Zwangsarbeit gezwungen wurden, sind heute kaum vorstellbar. Das jährliche Gedenken am historischen Ort ist ein bedeutendes Zeichen gegen das Vergessen.
Seitens der Stadt Klagenfurt hat Kulturreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz teilgenommen und unterstreicht damit das klare Bekenntnis der Landeshauptstadt zur aktiven Erinnerungskultur.
„Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen haben uns ihre Erinnerungen anvertraut. Nun liegt es an uns, diese an die nachfolgenden Generationen weiterzutragen. Erinnerung darf nicht mit den Menschen enden, die die Ereignisse selbst erlebt haben. Sie muss lebendig bleiben und zu Verantwortung führen. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte, Menschlichkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt immer wieder herausgefordert werden, ist die Botschaft ‚Nie wieder‘ aktueller denn je.“
Stadtrat Mag. Franz Petritz
Angehörige von Zeitzeugen, Stimmen aus der Jugend und die traditionelle Festrede, heuer gehalten von der ehemaligen Bundesministerin und Nationalratsabgeordneten Dr. Alma Zadić, sind fixer Bestandteil der Veranstaltung. Weitere Beiträge kamen u.a. von Univ.-Prof. Dr. Ernst Berger, Präsident der österreichischen Lagergemeinschaft Dachau sowie von Schülerinnen und Schülern des BG/BRG für Slowenen.
