Kärntner Lyrikpreis 2026 vergeben

Verleihung des 19. Kärntner Lyrikpreises der Stadtwerke Klagenfurt: Slowenische Poetin Vera Wutti-Incko erhielt 5.000 Euro Sieges-Prämie. Die Stadt Klagenfurt konnte das Preisgeld heuer verdoppeln, darüber freut sich Schriftstellerin Sieglind Demus.

Sieglind Demus erhielt den von der Stadt Klagenfurt gesponserten Preis. Mitglieder des Klagenfurter Gemeinde- und Stadtsenates überreichten der Schriftstellerin das Preisgeld. Foto: Bauer

Sieglind Demus erhielt den von der Stadt Klagenfurt gesponserten Preis. Mitglieder des Klagenfurter Gemeinde- und Stadtsenates überreichten der Schriftstellerin das Preisgeld. Foto: Bauer

„Beim Schreiben spüre ich sofort eine gewisse Leichtigkeit in mir und die Lust am Formulieren“, gestand Donnerstag abends die Ferlacherin Mag. Dr. Vera Wutti-Incko, als sie voller Freude im Klagenfurter Stadthaus den 19. Kärntner Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt entgegennahm. STW-Vorstand Dipl.-Ing. Erwin Smole überreichte der slowenischen Lyrikerin einen 5.000-Euro-Scheck, eine von der HTL Ferlach angefertigte „goldene Feder“ und eine Urkunde. 

Mit dem dritten Platz (800 Euro) wurde der in Wien lebende Lebens- und Sozialberater Valentin Veratschnig geehrt, der zweite Platz (1500 Euro) ging an Mag. Dr. Anna Wöllik. 

Der Klagenfurter Kulturreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz zeigte sich über die einzigartige Entwicklung des bereits zweitgrößten Literaturwettbewerbes in Kärnten ebenfalls erfreut und bezeichnete den Lyrikpreis als wichtigen Meilenstein im österreichischen Kulturgeschehen.

Den heuer verdoppelten Preis der Kulturabteilung der Landeshauptstadt konnte die Villacher Schriftstellerin Sieglind Demus für ihr Lebenswerk entgegennehmen. Die unabhängige Jury, die die Arbeiten anonym bewertete: Günter Schmidauer (Vorsitz), Josef Winkler, Ilse Gerhardt, Katharina Herzmansky, Cvetka Lipus und Harald Raffer (ohne Stimmrecht).

Den Preis des PEN-Club Austria (500 Euro) überreichte PEN-Club-Vorstand Schmidauer an den pensionierten Steindorfer Psychologen Helmut Lirzer. Der Preis der Kraftwerkserrichtungs- und Betriebsgesellschaft (KEG, 500 Euro) ging an die in Wien lebende gebürtige Klagenfurterin Verena Schumanski. Den Preis der PosterServiceGmbH (PSG, 500 Euro) erhielt die Logotherapeutin Brigitta Huemer. Der Preis des Slowenischen Kulturverbandes und des Zentralverbandes slowenischer Organisationen im Gesamtwert von 1000 Euro konnte Mag. Spela Hrastnik aus Klagenfurt abholen. 

Fünf Klagenfurter Dichter wurden mit Ehrenurkunden und Buchhandel-Gutscheinen bedacht: Klaus Oberrauner, Anna Kohlweis, Univ. Prof. Anne Sophie Meincke, Dagmar Cechak und Michael Kuscher. STW-Vorstand Dipl. Ing. Smole: „Mein Dank gilt nicht nur den ausgezeichneten Poeten, sondern allen Autorinnen und Autoren, die durch ihre Teilnahme einen Wettbewerb der Zeilen und Verse erst ermöglichen“. Moderator und Lyrikpreis-Erfinder Dr. Harald Raffer: „Heuer beteiligten sich über 120 deutsche und slowenische Wortakrobaten. Es gab aber auch schon 250 Einreichungen, darunter Bewerbungen von gebürtigen Kärntnern aus den USA oder Australien“. 

Im Rahmen des „Preisregens“ gab es noch zwei weitere Auszeichnungen, die die Jury für ein Lebenswerk oder besondere Verdienste im Bereich Literatur vergibt: Mag. Simone Schönett, die 2014 den Kärntner Lyrikpreis gewonnen hat, erhielt den Preis der Landeskulturabteilung der Landesregierung in der Höhe von 3.000 Euro. 

Für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung sorgte das ATE-Trio mit Aleksander Ipavec aus Triest, Tamaz Nedoh aus Lokev (Slowenien) und Emil Kristof aus Klagenfurt.