Klagenfurt trauert um große KAC-Legende

Er war einer der namhaftesten und herausragendsten Spieler in der Vereinsgeschichte des EC KAC – Josef „Sepp“ Puschnig. Die Landeshauptstadt trauert um eine außergewöhnliche Persönlichkeit in der Eishockeyszene und darüber hinaus.

Gestern, Sonntag, ereilte die Öffentlichkeit die bedauerliche Nachricht über das Ableben des Klagenfurter Idols aus dem Eishockeysport, Sepp Puschnig. Er schloss in seinem 80. Lebensjahr für immer seine Augen. Josef Puschnig galt als österreichischer Jahrhundertspieler mit einer der beachtlichsten Laufbahnen in der Vereinsgeschichte des EC KAC. Die Rückennummer des Stürmers, die Sieben, wird seit geraumer Zeit nicht mehr vergeben. Er schaffte es als einziger österreichischer Spieler, neben Thomas Vanek, in die Hall of Fame der IIHF aufgenommen zu werden.

„Sepp Puschnig war einer der größten Eishockeyspieler der Geschichte. Er war nicht nur für mich, sondern auch für viele andere eine wahre Ikone. Ich habe ihn persönlich gut gekannt und immer wieder auf Sportplätzen getroffen, wo wir stets gute Gespräche miteinander führten. Sepp Puschnig war der erste, der international seine Spuren hinterlassen hat und untrennbar mit dem EC KAC und der österreichischen Nationalmannschaft verbunden ist. Hiermit möchte ich, stellvertretend für alle Senats- und Gemeinderatsmitglieder, der Familie meine aufrichtige Anteilnahme seitens der Landeshauptstadt Klagenfurt ausdrücken. Unser herzliches Beileid!“
Bürgermeister Christian Scheider

Während seiner Laufbahn schrieb er nationale Sportgeschichte. Durch Josef Puschnig bekam der EC KAC ein Gesicht und einen Namen, den bis heute niemand vergessen hat. Als Stammspieler bei den Rotjacken erarbeitete er sich seinen Spitznamen „Karawankenbär“. In allen Saisonen, in denen sich der EC KAC den Meistertitel holte, unterstützte er sein Team als Führungsspieler – das waren insgesamt sage und schreibe elf Jahre. Er verhalf seiner Mannschaft auch international zu einem guten Ruf, indem der KAC in drei aufeinanderfolgenden Jahren ins Halbfinale des Europacups aufstieg. Im Jahr 1969 schaffte es das Team sogar ins Finale. 

Der österreichische Jahrhunderteishockeyspieler erhielt einige Auszeichnungen im Laufe seines Lebens, auch seitens der Stadt Klagenfurt. Eine der wohl größten Würdigungen wurde ihm 1997 zu teil, als die zweite Eishalle der Landeshauptstadt mit seinem Namen versehen wurde. Zwei Jahre darauf wurde er als erster österreichischer Eishockeyspieler in die Hall of Fame des IIHF aufgenommen. 2012 wurde er vom Österreichischen Eishockeyverband als „Jahrhundertspieler“ ausgezeichnet. Kurz darauf erhielt er das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten. Zwei Jahre später wurde Sepp Puschnig zu Ehren ein Banner mit seiner Rückennummer sieben unter dem Dach der damaligen Stadthalle verewigt. Seit 2016 vergibt sein Heimatverein, der EC KAC, diese Nummer nicht mehr. 

Der EC KAC und Klagenfurt hat Josef Puschnig viel zu verdanken: Neben 387 Toren ist es vor allem sein sportliches Talent und seine Disziplin, die auch in Zukunft noch vielen Generationen im Eishockeysport ein Vorbild sein und diese prägen wird. Der „Karawankenbär“ hat seine Spuren nicht nur auf dem Eis, sondern auch in den Herzen seiner Fans, Bewunderer und Mitmenschen hinterlassen.