"NutOpIA": Forschungsprojekt sieht Leerstand als Chance

In einer interaktiven Ausstellung im Geschäftslokal Alter Platz 5 werden noch bis 2. September Ergebnisse einer Untersuchung zu den Themen Leerstand und Branchen in Klagenfurt präsentiert. Zudem werden Ursachen ergründet und weitere Maßnahmen zur Wiedernutzung vorgeschlagen.

Mag. Birgit Pobatschnig (Abt. Klima- und Umweltschutz), Vzbgm. Patrick Jonke, Magistratsdirektorin Mag. Isabella Jandl, Gemeinderätin Mag. Margit Motschiunig, Vzbgm. Ronald Rabitsch und DI Sabrina Obereder (Verein Architektur Haus Kärnten) präsentierten „NutOpIA“ Ergebnisse.

Mag. Birgit Pobatschnig (Abt. Klima- und Umweltschutz), Vzbgm. Patrick Jonke, Magistratsdirektorin Mag. Isabella Jandl, Gemeinderätin Mag. Margit Motschiunig, Vzbgm. Ronald Rabitsch und DI Sabrina Obereder (Verein Architektur Haus Kärnten) präsentierten „NutOpIA“ Ergebnisse. Foto: StadtKommunikation/Hronek

„Wie viele Menschen könnten in Klagenfurt leben und arbeiten, wenn der Bestand besser genutzt würde?" Dieser Frage ist das Forschungsprojekt „NutOpIA“ – Nutzungsoptimierung Innen & Außen – nachgegangen und präsentiert seine Ergebnisse noch bis 2. September im Geschäftslokal Alter Platz 5. Die Eröffnung der interaktiven Ausstellung fand mit einem Stakeholder-Workshop am Freitagvormittag statt. Konkret untersucht das Forschungsprojekt „NutOpIA“ Leerstand und Brachen in Klagenfurt ganzheitlich. 

In drei Testgebieten – der Inneren Stadt, Waidmannsdorf und St. Ruprecht – wurde der Leerstand datenbasiert ermittelt und vor Ort auf Plausibilität überprüft. Durch Interviews und Workshops mit Eigentümern und Stakeholder wurden die Ursachen für den Leerstand ergründet. Darauf aufbauend werden für die jeweiligen Situationen passende Maßnahmen und Instrumente zur Wiedernutzung vorgeschlagen. 

„Leerstand ist verschenktes Potenzial – für leistbaren Wohnraum ebenso wie für den Klimaschutz. Mit NutOpIA gibt es nun eine fundierte Datengrundlage, um bestehende Gebäude und Flächen in Klagenfurt besser zu nutzen, statt neue Flächen zu verbrauchen. Die Ausstellung zeigt, welche konkreten Chancen darin für unsere Stadt liegen."
Klima- und Umweltschutzreferent Vizebürgermeister Patrick Jonke

„Klagenfurt wächst von innen nach außen. Das Projekt ‚NutOpIA‘ liefert uns wertvolle, datenbasierte Einblicke in ungenutzte Potenziale unserer Stadt. Leerstand und Brachen in der inneren Stadt, Waidmannsdorf und St. Ruprecht gezielt zu aktivieren, ist der Schlüssel für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Damit schaffen wir nicht nur dringend benötigten Wohn- und Wirtschaftsraum, sondern sparen gleichzeitig wertvolle Böden, CO2-Emissionen und Erschließungskosten ein. Die Ausstellung lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, diesen spannenden Weg aktiv mitzugestalten.“
Stadtplanungs- und Stadtentwicklungsreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch

Berechnungen zeigen, welches Potenzial in der Wiedernutzung von Leerstand steckt: Mehr Einwohner durch zusätzlichen Wohnraum, mehr Raum für wirtschaftliche Tätigkeiten, Einsparung von CO2-Emissionen durch den Wegfall von Neubauten auf der grünen Wiese sowie Kostenersparnisse der öffentlichen Hand bei der Erschließung. 

Die interaktive Ausstellung macht die Forschungsergebnisse für ein breites Publikum erlebbar und eröffnet einen Dialograum zwischen Forschung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Von Montag (31. August) bis Mittwoch (2. September 2026) jeweils von 16 bis 20 Uhr werden die Forschungsergebnisse noch am Veranstaltungsort Alter Platz 5 (ehemaliges Porzellanhaus Sakotnik) bei freiem Eintritt präsentiert. 

„NutOpIA“ Klagenfurt ist ein Forschungsprojekt der Stadt Klagenfurt in Kooperation mit der Carinthia University of Applied Sciences (CUAS). Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BM IMI) und abgewickelt von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen der Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt" (TIKS 2024).