Resolution zum Erhalt der Interventionellen Radiologie in Klagenfurt
Mit Sorge nimmt der Stadtsenat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee Aussagen zur Kenntnis, wonach im Falle von personellen Engpässen am Klinikum Klagenfurt auf Ärztinnen und Ärzte bzw. Versorgungskapazitäten benachbarter Bundesländer zurückgegriffen werden könnte.
„Die medizinische Versorgung der Klagenfurter und auch der Kärntner Bevölkerung in einem derart zeitkritischen und hochspezialisierten Bereich darf nicht strukturell davon abhängig sein, ob in Krankenanstalten anderer Bundesländer gerade ausreichend personelle und technische Kapazitäten verfügbar sind. Die dafür zuständige Gesundheitsreferentin des Landes wird daher von der Stadt aufgefordert, entsprechende Maßnahmen zu setzen. Ich werde nicht nachgeben, bis dies seitens des Landes geschehen ist“, erklärt Bürgermeister Christian Scheider den zentralen Beweggrund der Resolution.
Die zuständigen Organe des Landes Kärnten werden daher aufgefordert, gemeinsam mit der KABEG, der Leitung des Klinikums Klagenfurt sowie den betroffenen medizinischen Fachbereichen unverzüglich sämtliche erforderlichen und vertretbaren Maßnahmen zu setzen, um den dauerhaften Fortbestand und die volle Funktionsfähigkeit der Interventionellen Radiologie am Klinikum Klagenfurt sicherzustellen.
Die konkreten Forderungen an Landesrätin Dr. in Beate Prettner,
Gesundheitsreferentin des Landes Kärnten lauten insbesondere
1. die notwendigen personellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige und durchgängige Versorgung nachhaltig sicherzustellen,
2. alle vertretbaren Möglichkeiten auszuschöpfen, um die vorhandenen hochqualifizierten Fachärztinnen und Fachärzte am Standort zu halten, sowie erforderlichenfalls weitere Spezialistinnen und Spezialisten für Klagenfurt zu gewinnen,
3. eine nachhaltige Lösung für die bestehenden personellen und strukturellen Herausforderungen zu erarbeiten und rasch umzusetzen,
4. die interventionell-radiologische Versorgung insbesondere bei zeitkritischen medizinischen Notfällen weiterhin am Standort Klagenfurt bestmöglich zu gewährleisten und
5. von einer dauerhaften Strategie Abstand zu nehmen, die eine Verlagerung wesentlicher Teile dieser Versorgung auf Krankenanstalten anderer Bundesländer voraussetzt.
Der Stadtsenat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee appelliert mit Nachdruck an die Kärntner Landesregierung und die zuständige Gesundheitsreferentin, ihrer gesundheitspolitischen Verantwortung nachzukommen und gemeinsam mit allen Beteiligten die bestmögliche und nachhaltige Lösung für den Fortbestand der Interventionellen Radiologie am Klinikum Klagenfurt zu
erarbeiten und umzusetzen.
Im Mittelpunkt sämtlicher weiterer Entscheidungen müssen der Erhalt der bestehenden medizinischen Expertise, die langfristige Absicherung dieser für Kärnten wesentlichen Versorgungsstruktur und vor allem die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten stehen. Die Versorgung der Kärntner Bevölkerung in einem derart hochspezialisierten und zeitkritischen medizinischen Bereich muss auch künftig in Kärnten auf höchstmöglichem fachlichem Niveau gewährleistet werden.
