Tagung der Initiative „Hunger auf Kunst und Kultur“
„Kultur ist ein Menschenrecht und jeder sollte die Möglichkeit haben, am kulturellen Leben teilzuhaben“ sagt Klagenfurts Kulturreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz. Die Kultureinrichtungen der Stadt kooperieren daher mit dem vom Armutsnetzwerk Kärnten und der IG-KIKK ins Leben gerufenen Initiative „Hunger auf Kunst und Kultur“ und dem Kulturpass für Menschen mit geringem Einkommen. Heute, Mittwochvormittag, hat das „Netzwerk gegen Armut“ in den Räumlichkeiten der Volkshilfe in Klagenfurt zu einer Tagung zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung weiterer Perspektiven eingeladen.
Im Jahr 2025 ist der „Kärntner Kulturpass“ in die österreichweite Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ aufgenommen worden und ist bei teilnehmenden Institutionen, aber auch bei Anspruchsberechtigten, auf großes Interesse gestoßen. Von Juni bis Dezember 2025 wurden gleich 227 Kulturpässe ausgegeben.
Ziel der Initiative ist es, bedürftigen Menschen einen kostenlosen Zugang zu kulturellen Veranstaltungen und Aktivitäten zu ermöglichen. „Es ist wichtig, dass Menschen mit geringem Einkommen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, daher versuchen wir mit dem Kulturpass ein niederschwelliges Angebot zur Verfügung zu stellen“, so Alexander Brenner-Skazedonig vom „Netzwerk gegen Armut Kärnten“ und Koordinator der Aktion in Kärnten.
Der Kulturpass wird Anspruchsberechtigten entweder in Sozialeinrichtungen oder bei Beratungen von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern ausgehändigt. Bei teilnehmenden Kultureinrichtungen reicht das Vorzeigen des Kulturpasses und eines Lichtbildausweises für den freien Eintritt. Hauptsächlich sind Galerien und Museen im Angebot, aber auch einige Konzertveranstalter und Theatervereine stellen ihre Aufführungen für Kulturpass-Inhaber kostenlos zur Verfügung.
Die meisten der 44 teilnehmenden Institutionen in Kärnten sind in Klagenfurt, knapp gefolgt von Villach. In einigen Bezirksstädten besteht noch Aufholbedarf, auf den sich die Koordinatoren jetzt fokussieren. Erfreulich die Neuerung, dass über die Diakonie nun auch Jugendliche aus Betreuungseinrichtungen das Angebot zur Verfügung gestellt bekommen.
