Trotz Hitze: Wasserversorgung in Klagenfurt ausreichend gesichert

Die Stadtwerke als städtischer Versorgungsbetrieb haben ständig 27.500 Kubikmeter Wasser in elf Hochbehältern gespeichert. Das Klagenfurter Trinkwasser wird ausschließlich aus dem Grundwasservorkommen in der Region gewonnen. Dennoch sollte ein sparsamer Umgang mit der wertvollen Ressource oberstes Gebot sein.

In Klagenfurt ist auch im heißen Sommer rund um die Uhr für frisches Trinkwasser aus der Leitung gesorgt.

In Klagenfurt ist auch im heißen Sommer rund um die Uhr für frisches Trinkwasser aus der Leitung gesorgt. Foto: bigstockphoto

Die anhaltende Hitzewelle hat Kärnten weiter im Griff. Betroffen ist auch die Landeshauptstadt, wo bis Anfang August schon 33 Hitzetage – also Tage mit einer Lufttemperatur von mindestes 30 Grad Celsius – verzeichnet wurden. Trotz des heißen Sommers ist die Versorgung Klagenfurts mit frischem Wasser sichergestellt. 

Die Stadtwerke Klagenfurt als städtischer Versorgungsbetrieb verfügen über ausreichend Trinkwasser. Der Hauptgrund dafür ist die Gewinnung des Trinkwassers aus dem Grundwasservorkommen. Dort wird das Wasser wie in einem riesigen, natürlichen Schwamm unterirdisch gespeichert. Der Vorteil: Dieser Speicher reagiert wesentlich langsamer auf Trockenheit als etwa Quellen.

„Die Stadtwerke Klagenfurt sind der größte Wasserversorger in Kärnten. Die Qualität und die Versorgung mit sauberem, frischem Wasser zu jeder Zeit sind nicht selbstverständlich. Dennoch ist die Landeshauptstadt in der beneidenswerten Lage, über ausreichend qualitativ hochwertiges Trinkwasser zu verfügen. Wir dürfen die Augen aber vor den Auswirkungen des Klimawandels nicht verschließen. Gerade deshalb gilt es, auch bei uns verantwortungsvoll mit unserem Wasser umzugehen und daher müssen wir es für die nächsten Generationen absichern.“
STW-Eigentümervertreter Bürgermeister Christian Scheider

Die Stadtwerke gewinnen das Trinkwasser für die Landeshauptstadt über Tiefbrunnen aus dem Grundwasservorkommen in der Umgebung: im Norden der Stadt, im Zwirnawald, im Süden bei der Anlage „Straschitz II“ und im Krappfeld, wo die Landeshauptstadt die Mehrheit am Wasserverband Klagenfurt-St.Veit/Glan hält. Der größte Hochbehälter befindet sich am Spitalberg und fasst mit rund 27.000 Kubikmeter Wasser etwas mehr als die Stadt durchschnittlich täglich verbraucht: Das sind 25 Millionen Liter Wasser. Mittels 21 Druckverstärkeranlagen wird das Wasser über 900 Kilometer Haupt- und Nebenleitungen an die Klagenfurter verteilt. 

763 Hektar Wasserschutzgebiete

Trotz ausreichendem Trinkwasserbestand sollte jeder einzelne möglichst sparsam mit der wertvollen, natürlichen Ressource umgehen. Denn Wasser ist kostbar und eine der wichtigsten Lebensgrundlagen, unentbehrlich für alles Leben auf der Erde. Die Sicherung einer zuverlässigen Wasserversorgung ist daher oberste Priorität für die Stadtwerke. Neben kontinuierlichen Investitionen in die Erneuerung der Wasserinfrastruktur, wird auch in entsprechende Wasserschutz-Maßnahmen investiert. Insgesamt gibt es in Klagenfurt 763 Hektar an Wasserschutzgebieten, die regelmäßig kontrolliert und entsprechend der behördlichen Vorgaben bewirtschaftet werden. 

Über regionale Wasserverbände wie dem Wasserverband Klagenfurt-St.Veit/Glan sowie dem 2025 gegründeten Wasserverband Kärnten soll die Wasserversorgung gemeindeübergreifend auch in Zukunft sichergestellt werden. Diese überregionalen Verbände sollen zudem einen Ausgleich zwischen Mangel- und Überschussgebieten schaffen. 

Denn durch Bevölkerungszuwächse, Klimawandel, ein West-Ostgefälle des Grundwassers und einige weitere Gründe ist in Kärnten das Wasser derzeit nicht optimal verteilt. Mit dem Bau der „Wasserschiene Kärnten“ sollen bis zum Jahr 2040 rund 135 Kilometer Wasserleitungen verlegt werden, damit Kärntens Wasser, je nach Bedarf, auch in Regionen gelangen kann, die gerade wenig Wasser haben. „Mit dem zukunftsweisenden Projekt Wasserschiene Kärnten leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die verlässliche Wasserversorgung in Klagenfurt auch künftig weitreichend sicherzustellen“, so Scheider.