Update beim Digitalen Zwilling: neue Simulation zeigt Hitzepotenziale

Seit kurzem ist im Digitalen Zwilling der Stadt Klagenfurt ein neues Thema eingebunden: neuste Simulationsmöglichkeiten zeigen spannende Einblicke in Klima und Umweltfaktoren der Stadt. Dieses Modul ist auf der städtischen Homepage eingebunden und ab sofort online abrufbar. Damit nimmt Klagenfurt erneut eine Vorreiterrolle in diesem Bereich ein.

DI Günter Koren und Stadträtin DI Constance Mochar zeigen die neusten Entwicklungen im Digitalen Zwilling, dem 3D-Modell der Stadt.  Foto: SK/Glinik

DI Günter Koren und Stadträtin DI Constance Mochar zeigen die neusten Entwicklungen im Digitalen Zwilling, dem 3D-Modell der Stadt. Foto: SK/Glinik

Das neue so genannte „Heat Island Potential“ zeigt das Hitzeinsel‑Potenzial in Klagenfurt und basiert auf einer VDI‑Richtlinie. Die Richtlinie bildet eine Art technische Anleitung, die sicherstellt, dass Berechnungen und Verfahren nach einheitlichen, geprüften Standards erfolgen. In einer komplexen Simulationsberechnung werden Sonneneinstrahlung, Bodennutzung (Versiegelung, Grünraum) und Windverteilung berücksichtigt – speziell für die an Hitzetagen häufigste Windrichtung in Klagenfurt. So entsteht ein präzises Bild, wo sich Wärme besonders stark staut und wie sich städtische Strukturen darauf auswirken. Die Abteilung Vermessung und Geoinformation hat intensiv an dieser Entwicklung gearbeitet, davon werden auch andere Abteilungen und Organisationen profitieren. Zusätzlich werden die Sonnenstunden für den längsten Tag (21. Juni), den kürzesten Tag (21. Dezember) sowie die Tag‑ und Nachtgleichen (21. März und 23. September) berechnet – jeweils für Boden und Dächer in der Erweiterung des Digitalen Zwillings angezeigt. Auch die solare Einstrahlung wird simuliert: Sie zeigt die Energieeinträge an einem typischen Hitzetag in Klagenfurt und liefert wertvolle Daten für Stadtplanung, Energieeffizienz und Klimaschutz.

„Die neuen Funktionen – vom Heat Island Potenzial über die Sonnenstunden‑Simulation bis hin zur solaren Einstrahlung – sind beeindruckend und zeigen, wie digitale Werkzeuge uns helfen, die Herausforderungen des Klimawandels besser zu verstehen und gezielt darauf zu reagieren zu können. Wir sind hier dank der Abteilung Vermessung und Geoinformation Vorreiter, viele andere Städte und Gemeinden werden davon profitieren."
Referentin Stadträtin DI Constance Mochar

Mit diesen neuen Funktionen wird der Digitale Zwilling zu einem noch leistungsfähigeren Werkzeug für die Stadtentwicklung. Die Simulationen helfen, Hitzeinseln zu erkennen, nachhaltige Maßnahmen zu planen und die Lebensqualität in Klagenfurt weiter zu verbessern.

Bisher waren im Digitalen Zwilling unter den “Hitzehotspots” die Ergebnisse der Befliegung eines Sommertages zu sehen, die neueste Entwicklung zeigt eine komplexe Simulation sämtlicher Hitzepotenziale in Klagenfurt - zu finden im “Klagenfurter Klimakompass”. Der Klimakompass macht sichtbar, wie sich Klima und Hitze im Stadtgebiet konkret auswirken – und was das für unseren Alltag bedeutet.