Wirtschaftsleitbild soll Klagenfurts Wettbewerbsfähigkeit stärken

Stadt und Wirtschaftskammer Kärnten erarbeiten gemeinsam eine nachhaltige Wirtschaftsstrategie. Klagenfurt wird darin als Wirtschafts-, Forschungs- und Bildungsstandort positioniert. Die Projektkosten von 52.800 Euro können zur Gänze durch Förderungen abgedeckt werden.

An einer nachhaltigen Wirtschaftsstrategie für Klagenfurt wird gearbeitet. Foto: SK

Die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaftsstrategie für Klagenfurt wurde in der Stadtsenatssitzung am Dienstag beschlossen. Zur Erstellung des „Wirtschaftsleitbild Stadt Klagenfurt“ schließt die Landeshauptstadt eine Kooperationsvereinbarung mit der Wirtschaftskammer Kärnten ab. 

„Die Landeshauptstadt Klagenfurt ist der zentrale Wirtschaftsstandort Kärntens. Wir wollen mit dem neuen Wirtschaftsleitbild dafür sorgen, dass wir die Wertschöpfung in unserer Stadt weiter ausbauen und Anreize geben, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die verbesserte Erreichbarkeit durch die Realisierung der Koralmbahn bringt neue Wettbewerbspotenziale, aber auch Risiken mit sich. Eine Überarbeitung und Neubewertung der effektiven wirtschaftsstrategischen Ausrichtung der Stadt Klagenfurt ist notwendig, um neue, nachhaltige Impulse für den Standort zu entwickeln.“
Wirtschaftsreferent Stadtrat Julian Geier

Das Ziel dieser Wirtschaftsstrategie ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft sowie eine Gesamtpositionierung des Wirtschafts-, Forschungs- und Bildungsstandortes Klagenfurt als starker Impulsgeber und attraktiver Lebensraum. Für die Erarbeitung der Wirtschaftsstrategie kann bereits auf einen Vorprozess aufgesetzt werden, in dem mit maßgeblichen Stakeholdern, wie Wirtschaftskammer Kärnten, Sondierungen über Themen und Ausrichtung vorgenommen wurden. Erster konkreter Schritt zur Erarbeitung der Strategie ist eine aktuelle Darstellung der Ausgangssituation, Struktur und Dynamik des Wirtschaftsstandortes Klagenfurt. 

Dies betrifft vor allem die räumliche Situation, Demographie, Beschäftigung, Arbeitsmarkt und Tourismus. Danach erfolgen eine Leitbildentwicklung, die Definition strategischer Ziele und die Ausarbeitung von Handlungsfeldern wie Innenstadtentwicklung, Wirtschaftsstandorte und Quartiere, Forschungs- und Innovationsstandort, Bildung, Fachkräfte sowie Stadtregion und Kooperationsräume. 

Weitere Projektschritte sind die Definition von Jahresarbeitsprogrammen und die Erarbeitung einer Positionierung für Gewerbe- und Industriestandorte im Rahmen als Input für das Stadtentwicklungskonzept. Abschließend soll die ausgearbeitete Wirtschaftsstrategie in den städtischen Gremien beschlossen werden.

Die Projektkosten für die ersten beiden Phasen belaufen sich auf 52.800 Euro. Diese werden durch Fördermittel im Rahmen der Orts- und Regionalentwicklung der Abteilung 10 Land und Forstwirtschaft, Ländlicher Raum, Orts- und Regionalentwicklung abgedeckt. Der Eigenmittelanteil von 13.200 Euro wird von der Wirtschaftskammer Kärnten finanziert. Für die Stadt entstehen durch die Erarbeitung der Wirtschaftsstrategie keine Kosten.

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