Aktuelles aus dem Stadtsenat
Stadt weiterhin im Zeitplan zur Klimaneutralität
Der jährliche Monitoringbericht zur Smart City Klimastrategie zeigt, dass die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee weiterhin auf Kurs in Richtung Klimaneutralität ist. Diese wichtige Entwicklungsstrategie der Stadt soll nachhaltig die Lebensqualität für die in Klagenfurt lebende Bevölkerung sicherstellen. Diese besagt im Wesentlichen, dass die Stadt bis zum Jahr 2030 die sogenannte bilanzielle Klimaneutralität und bis zum Jahr 2040 die tatsächliche Klimaneutralität erreichen will.
Zu Gast im Stadtsenat war dazu heute Dr. Wolfgang Hafner, Leiter der Abteilung Klima- und Umweltschutz, welcher den Senatsmitgliedern die jährliche Zwischenbilanz präsentierte. Erfreuliches Ergebnis des diesjährigen Jahresberichtes sei es, dass erstmals die Emissionen im Verkehrsbereich in Klagenfurt rückläufig sind. Der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) hat dazu signifikant beigetragen. So ist eine deutliche Zunahme der gefahrenen Personen-Kilometer im ÖPNV erkennbar. Dies ist nicht zuletzt auf den Ausbau des 10-Minuten-Taktes zurückzuführen.
Insgesamt definiert die Smart-City Klimastrategie 276 Maßnahmen, die den Weg zur Klimaneutralität ebnen sollen. Diese sind in die Handlungsfelder Mobilität, Energie, Infrastruktur, Wirtschaft, Natur und Lebensraum, Stadtentwicklung, Governance, Digitalisierung und Generationen unterteilt.
Ebenfalls erfreulich ist lt. Hafner, dass das Interesse an Klima- und Umweltschutzmaßnahmen sowohl in der Bevölkerung als auch in der Wirtschaft steigt. So kann die Stadt mittlerweile auf 59 Klimaschutzkooperationen verweisen.
Nähere Informationen zur Smart City Klimastrategie befinden sich auf der städtischen Homepage www.klagenfurt.at.
Neues Stadtentwicklungskonzept für Beschlussfassung bereit
Seit rund drei Jahren arbeitet die Abteilung Stadtplanung am neuen Stadtentwicklungskonzept. Es baut dieses auf dem bestehenden Stadtentwicklungskonzept aus dem Jahr 2014 auf und ist das strategische Planungsinstrument für die räumliche Weiterentwicklung der Stadt. In einem umfassenden Erarbeitungsprozess, welcher sich über mehrere Jahre erstreckte, wurden neben Fachexperten und politischen Vertretern vor allem auch die Bevölkerung umfassend eingebunden. Nun ist das neue Konzept fertig und es hat heute auf Antrag von Stadtplanungsreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch den Stadtsenat durchlaufen. Damit kann es dem Gemeinderat zur finalen Beschlussfassung vorgelegt werden.
Zuletzt wurde der Entwurf des neuen Stadtentwicklungskonzeptes öffentlich kundgemacht und der Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, Einwendungen und Anregungen zu geben. Dabei sind lediglich 16 Anregungen bzw. Einwendungen zu berücksichtigen gewesen. Bei der letzten Erstellung im Jahr 2014 waren es noch rund 230 Rückmeldungen. Dies ist laut Rabitsch ein deutliches Zeichen für die hohe Qualität des neuen Konzeptes und auch das positive Resultat einer breiten Bürgerbeteiligung im Vorfeld.
Das Stadtentwicklungskonzept zählt zu den wichtigsten Strategieinstrumenten der Stadt. Es hat die Aufgabe, die wertvollen baukulturellen und naturräumlichen Schätze zu bewahren und gleichzeitig die Grundlage für eine prosperierende Entwicklung in der Zukunft zu legen. Mit dem neuen Stadtentwicklungskonzept wird der Rahmen für eine zukunftsfitte Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Arbeitsstandortes Klagenfurt aufgespannt.
Stadt bleibt Klagenfurt Festival bis 2029 treu
Auf Antrag von Beteiligungsreferentin DI Constance Mochar soll die Stadt auch weiterhin das Klagenfurt Festival mit einem jährlichen Betrag von 100.000 Euro unterstützen. Der Antrag mit einer Laufzeit von 2027 bis 2029 hat den Stadtsenat positiv durchlaufen und wird nun dem Gemeinderat zur finalen Beschlussfassung vorgelegt.
Das Klagenfurt Festival hat sich seit seiner Einführung im Jahr 2019 zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte etabliert. Es setzt sich im regionalen wie internationalen Dialog mit populär-zeitgenössischen Ansätzen der künstlerischen Sparten Theater, Tanz und Musik – unter Einbeziehung technologischer Innovationen – auseinander. Das Festival versteht sich zudem als Anstoß für eine kulturelle und kulturtouristische Entwicklung und Positionierung der Stadt Klagenfurt sowie des Landes Kärnten. Die neuerliche Beteiligung der Stadt ist vorbehaltlich der neuerlichen Teilnahme des Landes Kärnten und des Tourismusverbandes.
Verlegung Mobilitätsknoten Universität
Die Universität Klagenfurt errichtet bis 2029 das „22nd Century Center“. Es ist dies ein dreigeschossiger Neubau mit Hörsälen, Seminarräumen, Büroflächen und einem Betriebskindergarten. Dazu investiert die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) rund 91 Millionen Euro. Der Neubau erfordert, dass die bisherige Umkehrschleife des öffentlichen Nahverkehrs ab voraussichtlich Anfang 2027 verlegt werden muss.
Auf Antrag von Vizebürgermeister Ronald Rabitsch und Stadträtin Sandra Wassermann, BA MA soll daher im Bereich des Universitäts-Vorstufengebäudes eine neue Umkehrschleife entstehen. Den Grundsatzbeschluss dazu fasste heute der Stadtsenat. Damit kann mit einer Detailplanung gestartet werden, welche dann dem Stadtsenat bzw. Gemeinderat zur finalen Beschlussfassung vorgelegt wird.
Friedhof Hörtendorf hat bald ein barrierefreies WC
In der Aufbahrungshalle Hörtendorf wird die bestehende WC-Anlage zu einer barrierefreien Anlage umgebaut werden. Die aktuelle Kostenschätzung dazu beläuft sich auf rund 50.000 Euro. Friedhofsreferentin Stadträtin Sandra Wassermann, BA MA und der für Facility Management zuständige Stadtrat Julian Geier haben sich dazu heute die Beschlussfassung im Stadtsenat geholt. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Förderung private Kindergartengruppen
Die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee gewährt privaten Betreibern von Kindergarten und Hortgruppen eine jährliche Förderung, die analog dem Kärntner Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz ausbezahlt wird. Der diesjährige Gesamtsubventionsbetrag beläuft sich auf rund 717.000 Euro. Den Antrag dazu brachte der zuständige Referent Mag. Franz Petritz in den Stadtsenat ein.
Gemeinsame Mobilitäts-App
Klagenfurt verfügt über ein gut ausgebautes Busnetz der KMG Klagenfurt Mobil GmbH und darüber hinaus auch über ein etabliertes Angebot an E-Carsharing, Bike-Sharing und E-Scootern. Wer jedoch diese Angebote kombinieren möchte, braucht dazu mehrere Apps, mehrere Registrierungen und mehrere Bezahlvorgänge.
Ein neues Forschungsprojekt mit dem Namen „Ampere“ könnte hier Abhilfe schaffen. Ziel des Projektes ist es, den öffentlichen Verkehr und die bestehenden Sharing-Angebote über eine gemeinsame digitale Anwendung so zu verbinden, dass die Kombination beider Angebote im Alltag zu einer verlässlichen Alternative zum eigenen Pkw wird. Auf gemeinsamen Antrag von Stadtplanungsreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch und ÖPNV-Referentin Sandra Wassermann, BA MA wird die Stadt an diesem Forschungsprojekt teilnehmen.
Nächste Gemeinderatssitzung
Ebenfalls im Stadtsenat beschlossen wurde die Tagesordnung für die nächste Gemeinderatssitzung. Diese findet am kommenden Dienstag, 13. Oktober 2026, mit Beginn um 10 Uhr statt. Die Tagesordnung wird in Kürze auf der Homepage veröffentlicht.
