Bilanz des städtisches Kindergartenjahres samt Ausblick

Bei der heutigen Pressekonferenz im Klagenfurter Rathaus ging es unter anderem um die Bilanz des abgeschlossenen Kindergarten-, Kita- und Hortjahres 2025/26, das Kinderschutzkonzept sowie Präventionsmaßnahmen und Aufnahmekriterien.

V.l.n.r. Dr. Jutta Hafner-Sorger (Diätologin, Abteilung Gesundheit), Stadtrat Mag. Franz Petritz, Referent für Elementarpädagogik, Sabine Tauschitz-Sickl, BEd, MSc (Leiterin der Dienststelle Kindergärten/Horte/Pädagogik) und Mag. Tanja Riedl (Leiterin Dienststelle Kindergärten/Wirtschaftliche Belange) informierten über die Bilanz des abgeschlossenen Kita-, Kindergarten- und Hortjahres 2025/26. Foto: StadtKommunikation/Buchner

V.l.n.r. Dr. Jutta Hafner-Sorger (Diätologin, Abteilung Gesundheit), Stadtrat Mag. Franz Petritz, Referent für Elementarpädagogik, Sabine Tauschitz-Sickl, BEd, MSc (Leiterin der Dienststelle Kindergärten/Horte/Pädagogik) und Mag. Tanja Riedl (Leiterin Dienststelle Kindergärten/Wirtschaftliche Belange) informierten über die Bilanz des abgeschlossenen Kita-, Kindergarten- und Hortjahres 2025/26. Foto: StadtKommunikation/Buchner

2025/26 war ein erfahrungsreiches und arbeitsintensives Jahr für die pädagogische Dienststelle im elementaren Bildungsbereich. Das vergangene Kita-, Kindergarten- und Hortjahr war von zahlreichen Fortbildungen im Fachkräftebereich geprägt. Außerdem gelangen etliche Umsetzungen und Einführungen von evaluierten sowie neuen Bildungskonzepten. Der Ausblick auf das kommende Kindergartenjahr bietet viele Möglichkeiten, neue Projekte auszuprobieren.

„Bildung kann nicht früh genug starten. Die hohe Qualität im elementaren Bildungsbereich muss unbedingt erhalten bleiben und gefördert werden. Ich sehe es als meine Verpflichtung, in meinem Aufgabenbereich dafür Verantwortung zu übernehmen und mich für neue, gehaltvolle Konzepte und deren Durchführung einzusetzen.“
Stadtrat Mag. Franz Petritz, Referent für Elementarpädagogik

Vor allem in den letzten Jahren ist im elementaren Bildungsbereich ein positiver Wandel in Richtung Diversität, Bedürfnisorientierung und Partizipation geschehen. Eine der Herausforderungen stellt zum Beispiel der Kinderschutz dar. Hierfür wird mit den Pädagoginnen und Pädagogen, Kindern und Netzwerkpartnern, wie beispielsweise dem Kinderschutzzentrum DELFI, vor Ort ein gemeinsames Konzept erarbeitet. Zudem werden die bereits bestehenden zu diesem Thema evaluiert und weiter bearbeitet. 

„Es ist ein großer gesellschaftlicher Auftrag, den wir im elementaren Bildungsbereich mittragen, denn der Entwicklungsweg der Kinder muss bestmöglich begleitet werden, um die Basis für ein gesundes Leben zu schaffen. Das Spiel ist hierfür die ausdruckswichtigste Form für Kinder, von der sie am meisten mitnehmen und lernen können.“
Sabine Tauschitz-Sickl, BEd, MSc, Leiterin der Dienststelle Kindergärten/Horte/Pädagogik

Von insgesamt 72 Standorten (Kitas, Kindergärten, Horte) sind 16 städtische Einrichtungen und 56 private Trägerschaften (Kitas, Kindergärten), mit denen die Landeshauptstadt Klagenfurt Dienstleistungsvereinbarungen hat. In Anbetracht der Qualitätssicherung und -entwicklung freut man sich bereits auf die bevorstehende Eröffnung des Kitahauses in der Dammgasse. Insgesamt zählt man circa 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Fachpersonal und rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Reinigung, Küche und im Facility Management tätig sind. Sie alle begleiten den Bildungsalltag der rund 1.900 Kinder in Kita, Kindergärten und Hort.

Um all jenen Plätze anzubieten, die darauf angewiesen sind, ist man um sorgfältig festgelegte Aufnahmekriterien bemüht. Diese werden aktualisiert und sind auf der Homepage der Stadt zu finden: https://www.klagenfurt.at/stadtservice/familie-gesellschaft/kinderbetreuung Die eingeführte Vormerkwoche dient dazu, vorab Daten der Kinder zu erfassen und diese im Zuge einer ersten Vorstellung an einem zentralen Ort kennenzulernen. Auf diese Weise sollen außerdem individuelle Bedürfnisse erkannt und die Möglichkeit geboten werden, darauf optimal einzugehen. 

Auch das kommende Jahr hält viele Herausforderungen bereit. Präventionsprojekte sollen dazu dienen, den Pädagoginnen und Pädagogen Unterstützung zu bieten. Die Abteilung Bildung pflegt enge Kooperationen mit über 50 Institutionen, um gesundheits- und persönlichkeitsfördernde Maßnahmen anzubieten. Bewegung, Resilienz, Medienkompetenz sind unter anderem ein paar dieser Angebote. Auch für Erziehungsberechtigte gibt es beispielsweise kurze Impulsvorträge zu Beginn des Kindergartenjahres, um sie und ihre Schützlinge zu begleiten. 

Ein Qualitätsmerkmal seitens der Stadt ist die pädagogische Beratungsstelle samt Expertinnen und Experten, sowohl fix innerhalb der Gruppen im Kindergarten- sowie im Hortbereich als auch mobil. Ein weiteres sind die zehn Eigenküchen mit dem Gütesiegel „Gesunde Küche“. Pro Tag werden rund 1.600 Essensportionen mit einem Bio-Anteil von 15% produziert. Für das gesunde Essen und die Speisepläne ist geschultes Fachpersonal zuständig. Das Personal sowie die Pädagoginnen und Pädagogen besuchen regelmäßig Fortbildungen und Workshops, um sich bestmöglich auszutauschen und den gesundheitsförderlichen Kriterien zu entsprechen. Es gibt sechs städtische Gütesiegelbetriebe, drei Pfarrkindergärten und einen Hilfswerk-Kindergarten. Weiters sollen drei städtische und noch ein Pfarrkindergarten damit ausgezeichnet werden.