Erinnerung braucht Pflege: Soldatenfriedhof Annabichl erstrahlt wieder
Wer den Soldatenfriedhof auf dem Friedhof Klagenfurt-Annabichl besucht, steht vor den Namenstafeln des Landesehrenmals. Sie erinnern an 2.287 Gefallene des Ersten und 494 Gefallene des Zweiten Weltkrieges, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Auf dem Vorplatz gedenkt eine Marmorplatte mit eingravierten Namen der Opfer des Kärntner Abwehrkampfes. Im vorderen Teil der Anlage stehen noch Grabsteine aus dem Ersten Weltkrieg. Damit dieser Ort würdig bleibt, muss er regelmäßig gepflegt werden. Die Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten wurden in den vergangenen Wochen durch den Verein „Schwarzes Kreuz“ durchgeführt. So kann den Kriegstoten weiterhin in würdiger Form gedacht werden. Der Dank des Österreichischen Schwarzen Kreuzes gilt vor allem Karl Krammer, der die Arbeiten mit großem Einsatz und viel Herzblut umgesetzt hat.
Während der laufenden Arbeiten besuchte Klagenfurts Friedhofsreferentin Stadträtin Sandra Wassermann, BA MA, die Gedenkstätte. Sie hielt inne, gedachte der Kriegstoten und entzündete ein Grablicht.
„Gerade der 10. Oktober lässt uns an jene Menschen denken, die ihr Leben im Krieg gelassen haben. Hinter jedem dieser Namen steht ein Mensch, der eine Familie hatte, Pläne und Hoffnungen. Wir sind es den Gefallenen schuldig, sie nicht zu vergessen, und wir sind es den kommenden Generationen schuldig, aus der Geschichte zu lernen. Ich danke dem Schwarzen Kreuz und allen, die diesen Ort mit so viel Sorgfalt pflegen."
Friedhofsreferentin Stadträtin Sandra Wassermann, BA MA
Karl Krammer und Renate Gregoritsch nutzten den Besuch, um der Stadträtin die Aufgaben des Schwarzen Kreuzes in Kärnten vorzustellen. Das Österreichische Schwarze Kreuz hat für die Republik Österreich die Aufgabe übernommen, Kriegsgräber zu erhalten und zu pflegen. Seit über 100 Jahren kommt der Verein seiner Verpflichtung „Arbeit für den Frieden“ nach. Die Soldatenfriedhöfe und Kriegsgräber im In- und Ausland werden unabhängig von Nationalität und Glaubenszugehörigkeit der Verstorbenen betreut. Das ist ein sichtbares Zeichen der Versöhnung. Zugleich hält es die Erinnerung an die Schrecken des Krieges für heutige und künftige Generationen wach.
„Für uns ist Kriegsgräberfürsorge nicht nur Auftrag und Pflicht, sondern eine moralische Verpflichtung."
Verein Schwarze Kreuz
In Kärnten betreut das Schwarze Kreuz 93 Kriegsgräberstätten mit 18.597 Kriegstoten. Die laufenden Instandsetzungsarbeiten verursachen jedes Jahr hohe Kosten. Das Gedenken der Kriegstoten, wenigstens ihre Grabstätten in Ehren zu halten, kann nur erfüllt werden, wenn Menschen mit Herz diese Arbeit auch finanziell unterstützen. Wer helfen möchte – Spenden sind jederzeit willkommen:
- Kärntner Sparkasse: IBAN AT08 2070 6019 0000 0744, BIC KSPKAT2KXXX
- BKS Bank AG: IBAN AT97 1700 0001 1312 1793, BIC BFKKAT2K
