Hannes Zebedin zeigt seine Kunst im Lendhafen
Der Lendhafen ist einer der schönsten Plätze in Klagenfurt. In den letzten Jahren wird er dank vieler Initiativen immer beliebter und ist ein belebter Ort in der Landeshauptstadt. Im Sommer werden verschiedenste Kunstinstallationen, die vom Verein Lendhauer organisiert werden, gezeigt.
Hannes Zebedin ist im Rahmen von „Lendart 2026“ in diesem Jahr mit seinem „Wachhäuschen“ zu sehen. Die Installation besteht aus einem kleinen Gebäude, welches an ein Wachhäuschen erinnert. Errichtet aus Lehm, der an zehn verschiedenen Orten des Alpen-Adria-Raums entnommen wurde, trägt das Bauwerk Spuren von historischen Ereignissen in sich.
Für Zebedin ist der Boden dabei ein stiller Zeuge, in dem Grenzen, Kriege, Traumata und politische Spannungen eingeschrieben sind und der Fragen nach Erinnerung, Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenleben aufwirft. Der Lendhafen wird damit zu einem Ort der Beobachtung und der Reflexion.
„Die Arbeit von Hannes Zebedin verbindet historischen Bezüge mit einem Blick auf die Gegenwart. Sie thematisiert, wie autoritäre Strukturen und ausgrenzende Denkweisen nicht verschwinden, sondern sich immer wieder an neue politische und gesellschaftliche Kontexte anpassen.“
Kulturreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz
Hannes Zebedin studierte Volkswirtschaft und Politikwissenschaft an der Universität Wien, Performative Kunst und Bildhauerei bei Monica Bonvicini an der Akademie der bildenden Künste Wien und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Er befasst sich in seinen Werken intensiv mit dem Alpen-Adria-Raum, mit dem er auch biografisch verbunden ist. Die Eröffnung wurde Freitagabend von einem Künstlergespräch begleitet, anschließend fand ein Konzert der Wiener Band „Elektro Guzzi“ statt.
Weitere Veranstaltungen des heurigen „Lendspiels“ sind direkt auf www.lendhafen.at zu finden.
