Anna Rettl mit neuen Werken im "Living Studio"

Die bildende Künstlerin Anna Rettl hat sechs Monate im Künstler-Atelier der Stadt Klagenfurt in Paris verbracht. Die sehenswerten Ergebnisse des Aufenthalts zeigt sie bis 12.4. im "Living Studio" der Stadtgalerie.

Kulturreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz, Stadträtin DI Constance Mochar und Kulturabteilungsleiter Mag. Alexander Gerdanovits in der Ausstellung der Künstlerin Anna Rettl im „Living Studio“. Foto: Büro StR. Petritz

Jedes Jahr vergeben die Kulturabteilungen der Stadt Klagenfurt und des Landes Kärnten alternierend Stipendien für das Künstleratelier „Cité Internationale des Arts“ in Paris. Im Jahr 2024 hat die Malerin Anna Rettl sechs Monate in der Künstlerstadt verbracht. Die sehenswerten Ergebnisse ihres Arbeitsaufent­haltes im Künstleratelier in der Seine-Metropole zeigt sie derzeit im „Living Studio“ der Stadtgalerie. 

Den Titel der Ausstellung – „Herzkrug“ – erklärt Anna Rettl so: „HERZKRUG ist das Ergebnis eines Fehlers. Ich dachte, ich hätte es bei Christine Lavant gelesen. Der Fehler bleibt nicht nur als Titel, sondern auch als Modell für die Arbeiten. Malerei ist ein altes und langsames Medium und gerade deshalb nachgiebig. Es kann falsche Entscheidungen, unbeholfene Übergänge und widersprüchliche Ebenen tragen, ohne auseinander zu fallen. In den letzten Jahren basierten meine Bilder streng auf den Kompositionen anderer Werke. Für diese Serie habe ich mich davon entfernt.“ 
Die Motive der großformatigen Arbeiten, die im „Living Studio“ der Stadtgalerie nicht an der Wand, sondern zwischen den Wänden von der Decke hängen, beziehen sich auf die Bilder anderer, z.B. Kupka, Kertész oder Egger-Lienz. Dazu kommen Referenzen aus Mode, privaten Fotos und Online Culture. 

Anna Rettl wurde 1992 in Villach geboren. Von 2011-2015 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste Wien (Prof. Daniel Richter & Francis Ruyter) und anschließend an der Royal Danish Academy of Fine Arts Copenhagen (Prof. Ferdinand Ahm Krag). 2023 erhielt sie u.a. ein Stipendium der Danish Art Foundation. 

Die Ausstellung ist bis 12. April zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei.