Erinnerungskultur: 81. Befreiungsfeier des ehemaligen KZ Dachau
Die Stadt Klagenfurt hat auch heuer wieder an der jährlichen Befreiungsfeier des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau teilgenommen. Als jahrzehntelange Partnerstadt war Klagenfurt durch Stadtrat Mag. Franz Petritz vertreten, der gemeinsam mit Delegationen aus vielen Ländern der Opfer des Nationalsozialismus gedachte und ein Zeichen für Frieden, Demokratie und historisches Bewusstsein setzte.
Im Rahmen der Gedenkfeier wurden Kränze niedergelegt, Zeitzeugen gewürdigt und die Bedeutung der Erinnerungskultur betont.
„Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern ein Auftrag für die Gegenwart und die Zukunft. Als Partnerstadt stehen wir an der Seite Dachaus und tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass sich solche Gräueltaten niemals wiederholen."
Stadtrat Mag. Franz Petritz
Ende April 1945 begann die SS im KZ Dachau Häftlinge zu evakuieren, um deren Befreiung durch die alliierten Truppen zu verhindern. Mindestens 25.000 Gefangene aus dem Dachauer Lagersystem wurden in Gewaltmärschen zu Fuß in Richtung Tirol geschickt oder in Güterzügen abtransportiert. Mehrere Tausend Häftlinge kamen dabei um. Am 29. April 1945 befreien Einheiten der US-Armee schließlich das KZ Dachau. Für tausende Häftlinge kam jedoch die Rettung zu spät – sie starben an Entkräftung, Krankheiten und den Folgen der KZ-Haft. Jährlich wird dazu Anfang Mai vom Comité International de Dachau, der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und der KZ-Gedenkstätte Dachau zur Gedenkfeier eingeladen.
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